21. Juni 2019: Wuppertalbewegung e.V. und Dr. Jörg Mittelsten Scheid eröffnen das „BELVEDERE“ an der Nordbahntrasse

21. Juni 2019: Wuppertalbewegung e.V. und Dr. Jörg Mittelsten Scheid eröffnen das „BELVEDERE“ an der Nordbahntrasse

Montag, den 24. Juni 2019 um 9:51

Bei bestem Wetter konnte am 21. Juni 2019 durch die »Wuppertalbewegung e.V.« die schön gestaltete Parkanlage gemeinsam mit dem Spender Dr. Jörg Mittelsten Scheid und seiner Gattin der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Jetzt haben Wuppertaler Bürger/innen mit dem neuen Rast- und Ruheplatz ein besonderes Highlight direkt an der Nordbahntrasse. Über einen Treppenaufgang am Askanierpark ist das BELVEDERE täglich von 9 h bis Sonnenuntergang geöffnet. In der Parkanlage eröffnet sich ein wunderbarer Panoramablick auf Heckinghausen, Wupperfeld und Barmen City.

Ein Projekt der Wuppertalbewegung

Die »Wuppertalbewegung e.V.« übernahm das über 1.000 qm große Grundstück für 50 Jahre in Erbpacht von der evangelischen Kirche, der es mittlerweile gehörte. Sie legte das überwucherte Grundstück mit vielen Ehrenamtlern bereits im Sommer 2014 frei. Dank der großzügigen Spende von Herrn Dr. Jörg Mittelsten Scheid im Jahre 2016 in Höhe von 450.000 € aus Anlass seines 80. Geburtstages konnten die Pläne für eine Umgestaltung zu einem Park in die Tat umgesetzt werden.  (More)

Historie 

Mit dem Bau der Rheinischen Eisenbahnstrecke im Tal der Wupper im Jahre 1877 wurde das Grundstück der Familie Hackenberg, Teilhaber der gleichnamigen Band- und Litzenfabrik, an der heutigen Sonnabendstraße in Barmen in zwei Teile geteilt. Die Rheinische Eisenbahngesellschaft erbaute eigens eine Fußgängerbrücke über die Trasse, um die Villa mit dem Sommerhaus der Familie zu verbinden. Dieses lag auf einem Felssporn Richtung Tal mit einem phantastischen Blick von Barmen bis Langerfeld.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Sommerhaus noch um einen Zweckbau ergänzt und diente über Jahre als Wohnhaus, bis es in einen Dornröschenschlaf fiel. Im Jahr 2009 entdeckte es die Wuppertalbewegung e.V. wieder und machte sich Gedanken über eine Nutzung als Park, um einer breiten Öffentlichkeit den wunderschönen Ausblick über und auf die Stadt unmittelbar an der Nordbahntrasse zu ermöglichen.

Das aus Holz gebaute Sommerhäuschen der Familie Hackenberg war leider zu verfallen, um noch saniert werden zu können und wurde durch einen formidentischen Stahlpavillon an gleicher Stelle ersetzt. Umfangreiche Fels- und Absturzsicherungen wurden vorgenommen und eine Treppenanlage vom benachbarten Askanierpark gebaut.

Wir hoffen, dass alle Nutzer dieses großzügige Geschenk wertschätzen.

Ihre »Wuppertalbewegung e.V.«

 

Weitere Fotos von Rolf Dellenbusch und Christa Mrozek:

 

von Claus-Jürgen Kaminski