Bürgerantrag zur Tunnelbeleuchtung abgelehnt

Freitag, den 1. März 2019 um 11:31

Mit Verweis auf eine erneute ablehnende Stellungnahme der Bezirksregierung in Düsseldorf hat der Hautausschuss der Stadt Wuppertal am 22. Februar 2019 den Bürgerantrag zur besseren Beleuchtung der Tunnel auf der Nordbahntrasse abgelehnt.

Insbesondere an hellen Tagen stellt die schummerige Tunnelbeleuchtung eine große Herausforderung für die Adaption der Augen bei vielen Trassennutzern dar, was immer wieder zu Gefahrensituationen mit unbeleuchteten Trassennutzern führt. Darunter auch solche, die gesetzlich nicht zur Beleuchtung gezwungen werden können, wie Inlineskater oder Skateboarder.

Die Wuppertalbewegung e.V. hatte zuletzt im letzten Frühjahr zwei Vorstöße in Richtung der Bezirksregierung zur besseren Tunnelbeleuchtung unternommen. Unabhängig von der Wuppertalbewegung e.V. hat dann ein Bürgerantrag  das Thema adressiert.

Die Argumentation der Bezirksregierung ist immergleich und verkennt die Realität in den Tunneln, sie lautet:

„Die Quartiere der Fledermäuse befinden sich sowohl unmittelbar innerhalb der Tunnelröhren in Fluchtnischen, Fugenspalten und größeren Hohlräumen als auch in angrenzenden natürlichen Höhlen, welche durch Ausflüge mit den Tunnelröhren verbunden sind.“

Der rot markierte Teil ist falsch. Es gibt in den komplett mit neuem Spritzbeton ausgekleideten Tunneln keine Fugenspalten und größere Hohlräume mehr. Und in den Fluchtnischen sind keine Fledermäuse.

Sie wohnen ausschließlich in den „angrenzenden natürlichen Höhlen“, in welche die Tiere nur durch die „Ausflüge“  gelangen. Die natürlichen Höhlen sind hinter der gemauerten Tunnelschale, also durch mindestens 60cm dickes Mauerwerk von Beleuchtung und Radfahrern getrennt. Die verwinkelten Ausflüge lassen kaum Tunnellicht in die natürlichen Höhlen eindringen.

Die Wuppertalbewegung e.V. bedauert, dass hier aus Gründen des vermeintlichen Naturschutzes der Schutz der Trassennutzer hintan gestellt wird.

Für Interesserte: Her finden Sie die beschlossene Verwaltungsvorlage, die letzte Stellungname der Bezirksregierung und die urprünglixhe Verwaltungsvorlage (mit dem Bürgerantrag und Stellungnahmen).

von Carsten Gerhardt