Geschichte der Draisinenstrecke

Der heutige Draisinenbahnhof und zentraler Zugangspunkt zum Rad-Wanderweg im Stadtteil Barmen, hat eine über 130-jährige Geschichte. Damals, 1879, war Barmen noch kein Stadtteil sondern die eigenständige Stadt Barmen, dessen westlichster Bahnhof an der Rheinischen Strecke Unter-Barmen hieß. Zehn Jahre später kam der Bahnhof zum Namen Barmen-Loh und schon ab 1930 wurde der Bahnhof im Zuge des Städtezusammenschlusses zum heutigen Namen Wuppertal-Loh umbenannt. Der Bahnhof hatte neben drei Personengleisen auch einen großen Gütertrakt mit Ladestraßen und einen Gleisanschluss der WSW-Bahn Loh-Hatzfeld, die in früherer Zeit noch Barmer Schlachthofbahn hieß. Von 1894 bis 1980 wurde über diesen Gleisanschluss zunächst der Schlachthof Schützenstraße bedient. Später kamen noch sechs große Werksanbindungen bis nach Hatzfeld hinzu. Unter anderem Raab Karcher, Herberts, Siller & Jamart und sogar das Elektrizitätswerk Barmen wurden damals von den elektrischen WSW-Bahnen bedient und die Ladung am Bahnhof Loh übergeben. Das Viadukt der Kleinbahn Loh-Hatzfeld sieht man heute noch über der Schönebecker Straße.

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Wo früher schwere Lokomotiven verkehrten, fährt heute die Draisine.

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Neben diesem Gleisanschluss existierte allerdings auch noch ein weiterer in westlicher Richtung: Der Privatgleisanschluss der Stadt Wuppertal am Bahnhof Loh schaffte den Firmen Thielenhaus, Happich und der Konsumgenossenschaft eine Verbindung ans Netz der Nordbahn und war der längste Privatanschluss entlang der Rheinischen Strecke. Mit drei Bahnübergängen, dreizehn Weichen und neun Abstell- und Ladegleisen war der Gleisanschluss bis in das neue Gebäude der Konsum-Genossenschaft verzweigt und bekam allein daher interessante Ausmaße für einen Privatanschluss.

Da dieser Gleisanschluss zum Teil noch liegt und nicht die Planung des Rad-Wanderwegs tangiert, haben wir ihm die heutige Draisinenstrecke der Nordbahntrasse zu verdanken. Dort wo damals Industriewaren und Lebensmittel rege verschoben und verladen wurden, laden wir Sie heute ein, die Geschichte selbst zu erfahren.

 

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Der Anschluss an das Industriegebiet Clausen (Foto: 08/1978) . . .

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 . . . dient heute als Draisinenstrecke (Foto: 07/2010)