Kuhler Viadukt: Sanierung wird fortgesetzt

Kuhler Viadukt: Sanierung wird fortgesetzt

Donnerstag, den 19. November 2015 um 11:48

Nach der Abdichtung des 280 Meter langen stadtbildprägenden Kuhler Viadukts aus dem Jahre 1875, der Herstellung der Verkehrsfläche mit Entwässerungsrinne sowie der Montage des neuen Stahlgeländers zur Eröffnung der Nordbahntrasse hat die Stadt Wuppertal nach EU-weiter öffentlicher Ausschreibung jetzt den Auftrag für die Fortsetzung der Sanierung vergeben. Die Firma Heinrich Walter Bau GmbH, die auch den ersten Bauabschnitt durchgeführt hatte, erhielt den Auftrag.

Vorrangig bearbeitet werden ab Ende November in vier nacheinander stattfindenden Abschnitten von ca. 35 Metern zunächst die Bereiche über den Hauptverkehrsstraßen, der Carnaper Straße und dem Steinweg. Hier werden die Mauerwerksbereiche, beginnend auf der Südseite der Carnaper Straße, mit einem verkleideten Hängegerüst versehen und die Mauerwerksflächen bis unterhalb der Konsolen durch Steinaustausch und Neuverfugung saniert.

Diese Bereiche bereiteten in der Vergangenheit immer wieder Probleme, da sich durch Witterungseinflüsse Steine aus den 140 Jahre alten Mauerwerksverbänden lösten und im Zuge von regelmäßig stattfindenden Bauwerksprüfungen aufwendig partiell gesichert werden mussten. Sichtbar sind die noch nicht gesicherten Bereiche durch die an den entsprechenden Stellen angebrachten grünen und roten Sicherungsnetze und den Absperrungen unterhalb des Bauwerks.

Im Sanierungsumfang sind noch nicht die auch mit Netzen gesicherten Bogenbereiche enthalten, da diese geschützt durch die Abdichtung von oben in den nächsten Jahren erst austrocknen sollen.

Durch die Verlegung der Arbeiten in die verkehrsarme kältere Jahreszeit und der Bildung von mehreren Bauabschnitten, soll der Betrieb auf der Nordbahntrasse so wenig wie möglich behindert werden. In den Sanierungsabschnitten wird die Verkehrsfläche allerdings eingeengt werden müssen.

Die Gesamtbauzeit ist mit sechs Monaten angesetzt, kann sich aber wegen des bevorstehenden Winters nicht eindeutig vorherbestimmen. Frostphasen werden die Bauzeit entsprechend verlängern.

Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt betragen ca. 600.000 Euro. Da am Jahresende die Förderung für das Projekt Nordbahntrasse ausläuft, werden zwei Drittel der Maßnahme aus dem städtischen Haushalt finanziert. Auch in den Folgejahren werden für die Sanierung der immensen restlichen Mauerwerksflächen des Viadukts weitere städtische Finanzmittel benötigt.

Foto: Rolf Dellenbusch

von Lutz Eßrich