Aktivitäten

Die Nordbahntrasse ist in erster Linie ein autofreier Verkehrsweg. Sie soll aber auch ein Ort der Begegnung sein: Jung und Alt, Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, aus allen sozialen Schichten und Stadtteilen sollen sich begegnen: in den Cafés, auf den Rastplätzen sowie bei sportlichen, kulturellen und kulinarischen Veranstaltungen. Veranstalter können viele sein: Vereine, Schulen, Unternehmen, Privatpersonen oder auch die WUPPERTALBEWEGUNG e.V.

Rechts finden Sie die nächsten Termine und – nach einem Klick auf »alle Termine« – eine ausführliche Liste der  Events, die auf bzw. entlang der Nordbahntrasse stattfinden oder einen Bezug zu ihr haben: offene und geschlossene, ideelle wie auch – wenn sie mit der Trasse zusammenhängen – kommerzielle, regelmäßige sowie einmalige. Melden Sie uns Ihren Termin einfach über das Kontaktformular.

Hier geben wir einen Überblick über jene Veranstaltungen, die sich im Laufe der Jahre bewährt haben und sich bei Bürgerinnen und Bürgern, regional wie überregional, größter Beliebtheit erfreuen:

Trassenfeste

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Das Trassenfest ist der beste Beweis für die Integrationsfähigkeit der Nordbahntrasse.

Als Verbindungsweg kulturell unterschiedlich geprägter Quartiere in Wuppertal leistet die Nordbahntrasse einen erheblichen Beitrag zur sozialen Integration. Das erste Trassenfest der WUPPERTALBEWEGUNG fand bereits im Mai 2007 am Ottenbrucher Bahnhof statt. Dort feierten ca. 3.000 interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Das Integrationsfest am Loh ist seit Jahren Treffpunkt unterschiedlicher Kulturen und dient daher als idealer Ort der Begegnung. Über 3.000 Wuppertaler nahmen 2014 teil. Rund 150 Vertreter von Bürgerinitiativen und Migrantenvereinen nutzten die Gelegenheit, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und insbesondere vielfältige Speisen und Getränke aus ihren Kulturkreisen anzubieten. Es gibt stets ein abwechslungsreiches, internationales Musik- und Tanzprogramm sowie die Gelegenheit, an den Ständen der Vereine eine Vielzahl von Instrumenten, auch aus anderen Herkunftsländern, kennen zu lernen oder selbst auszuprobieren. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Zudem sind Ebru-Malerei oder Arabische Schriftkunst zwei von vielen künstlerischen Angeboten.

Bürgeraktionen

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Mitmachaktionen sind bei den Wuppertaler Bürgern sehr beliebt.

Seit Herbst 2006 engagieren sich hunderte Bürgerinnen und Bürger bei regelmäßigen, ehrenamtlichen Einzelaktionen und beweisen, dass unser Bürgerprojekt im Bewusstsein der Wuppertaler fest verankert ist. Der Verein zählt momentan ca. 1.300 Mitglieder und kann auf etwa 3.000 Unterstützer bauen.

Dass es gelungen ist, die Begeisterung trotz der langen Laufzeit ungebrochen aufrechtzuerhalten, ist sicherlich außergewöhnlich. Das eindrucksvollste Beispiel für herausragendes bürgerschaftliches Engagement und tatkräftige Unterstützung ist das Bürgerpflastern: Zahlreiche Freiwillige nehmen unter fachkundiger Anleitung des Wichernhauses kurze, dafür aber umso wichtigere Teilstücke in Angriff.

Die für jeden Teilnehmer ungewohnte und manchmal schweißtreibende, körperliche Arbeit endet zur Entspannung jedes Mal mit einem kleinen Event, das die vorangegangenen Anstrengungen vergessen macht und das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Dies wird am besten durch Teilnehmerfragen nach baldiger Wiederholung deutlich. Wo sonst hat man so etwas schon mal erlebt?

Gibt es weitere Bürgeraktionen auch nach Fertigstellung der Trasse? Bei Bedarf natürlich, und den gibt es sicherlich, wenn der Abzweig nach Langerfeld kommt!

WHEW100

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300 Läufer/innen gingen beim letzten WHEW100 an den Start.

Sind Sie bereit für das neue Lauf-Highlight in NRW? Es wird gerannt, den ganzen Tag. Flach, schnell, grün und lang.

Das Bergische Land grenzt im Norden an das Ruhrgebiet. Als Wiege der Industriekultur verlaufen hier zwischen allen Ortschaften kleine Bahntrassen, auf denen früher bis in die kleinsten Ecken Waren und Rohstoffe transportiert wurden. Viele dieser Bahnen fahren nicht mehr. Aber die Trassen gibt es noch, und die meisten sind zu Wander- und Radwegen umgebaut worden. So führt auch die Strecke des »WHEW100« durch sieben Städte über jene alten Bahntrassen und entlang der Ruhr: Wuppertal – Sprockhövel – Hattingen – Essen – Heiligenhaus – Velbert – Wülfrath – Wuppertal.

Teilnehmer können Distanzen zwischen fünf und 100 Kilometern zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen. Die kurze(n) Strecke(n) befindet sich ausschließlich auf der Nordbahntrasse: Zwischen Wuppertal-Elberfeld und Wuppertal-Barmen gibt es eine fünf Kilometer lange Wendepunktstrecke. Die lange Strecke ist ein großer Rundkurs von 100 Kilometern. Von Wuppertal-Elberfeld aus folgt er der Nordbahntrasse und stößt im Osten auf die Kohlenbahn. Durch Sprockhövel und Hattingen erreicht man den Leinpfad, auch Ruhrtalradweg genannt. In Essen überquert man im Westen die Ruhr, um auf die Niederbergbahn zu gelangen. Durch Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath gelangt man wieder auf die Nordbahntrasse.

Der nächste »WHEW100« findet 2017 statt. Start und Ziel befinden sich am Bahnhof Mirke. Veranstalter ist der MTV 1861 Elberfeld um den Initiator Guido Gallenkamp.

Trassenwanderungen

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Seit 2007 hat die WUPPERTALBEWEGUNG zu zahlreichen Trassenwanderungen eingeladen.

Im direkten Einzugsbereich von einem Kilometer beidseitig der Nordbahntrasse leben über 100.000 Menschen. Neben dem Alltagsnutzen besitzt die Trasse einen hohen Freizeitwert und trägt unmittelbar zur spürbaren Erhöhung der Lebensqualität in den besonders belasteten Quartieren der Stadt bei.

Damit Bürgerinnen und Bürger sich einen Eindruck von ihrer neuen Route quer durch die Stadt machen konnten, hat die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. seit 2007 zu vielen Trassenwanderungen eingeladen, um über Planung, Umfeld und Streckenverlauf zu informieren. Frühzeitig wurden nach intensiven, teils kontroversen Diskussionen mit den Umweltverbänden relevante Aspekte der Nachhaltigkeit und Ökologie berücksichtigt.

Auch in diesem Jahr bieten wir wieder Wanderungen entlang der 23 Kilometer langen Nordbahntrasse an.

Supagolf

Alle Sommer wieder findet Supagolf in Utopiastadt am Mirker Bahnhof statt, bei schönem Wetter immer auch auf der dahinter liegenden Nordbahntrasse.

Wie beim richtigen Golf gibt es 18 Bahnen, die von Supaknut (Heimann) und seinem Schulfreund Didi Kulessa liebevoll versponnen und individuell entworfen und gebaut wurden. Besonders stolz sind die beiden Erfinder auf die Dominobahn: Auf ihr muss man erst eine Kettenreaktion der Spielsteine auslösen, bevor am Ende ein zweiter Ball freigegeben wird, den man einlochen muss. Oder die Schwebebahn-Strecke, auf der man den Ball erst in einem Glasaufzug an die Haltestelle bugsieren, dann durch den Wagen und anschließend an der anderen Seite wieder rausspielen muss.

Der Eintritt ist frei. Lediglich der Start bei den Sonntagsturnieren kostet in der Regel drei Euro. So hoffen die Veranstalter, etwas von ihren Kosten wieder hereinzubekommen.

Pflanzentauschbörsen

Die Stockrose ist bei der Pflanzentauschbörse ein begehrtes Objekt.

Die Bergische Gartenarche hat sich dem Schutz der heimischen Nutz- und Zierpflanzen verschrieben. Dazu treffen sich jedes Jahr im Spätsommer viele Wuppertaler mit Topfpflanzen, Staufen, Knollen, Zwiebeln oder Saatgut bepackt am Bahnhof Loh.

Die Initiatorinnen Natja Hildebrand und Cornelia Krieger möchten in ihrem Arbeitskreis Gartenpflanzen, deren Geschichte mindestens 50 Jahre im Bergischen Land zurückverfolgt werden kann, aufspüren, erhalten und erfolgreich vermehren. Früher war das Pflanzentauschen üblich. Die Pflanzentauschbörse ist ein Mittel, um diese alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Standgebühren werden nicht erhoben.

 

Ausstellungen/Vernissagen

Engagierte Künstler aus Wuppertal und Umgebung haben die Nordbahntrasse in der Vergangenheit immer wieder in eine bunte und lebhafte Open-Air-Ausstellung verwandelt. Auch Schulen und einzelne Schulklassen veranstalten regelmäßig Vernissagen. Die Exponante reichen von Acrylbildern bis hin zu plastischen Skulpturen.