Stolperschwellen auf der Trasse

Stolperschwellen auf der Trasse

Donnerstag, den 13. Februar 2014 um 6:00

Die WDR Lokalzeit Bergisches Land zeigte in der gestrigen Sendung vom 12. Februar einen hervorragend recherchierten Beitrag über die Gefahr der Spurrillen auf der ‪‎Nordbahntrasse‬. Redakteur Lutz Polanz griff damit eine wesentliche Problematik auf, die uns auch schon auf der Jahreshauptversammlung beschäftigt hatte.

Zwei Trassennutzer schwer gestürzt

Im vergangenen Jahr erreichten uns Meldungen zweier schwerer Unfälle auf der Trasse: Eine Skaterin brach sich beim Sturz über einen Bodenindikator einen Wirbel und entging nur knapp einer Querschnittslähmung, ein Rollstuhlfahrer blieb hängen und riss sich die Sehne eines Fingers. Was muss noch passieren, damit die Stadt einlenkt und das Konzept überdenkt?

Auch Fachleute raten ab

Bisher argumentierte die Stadt immer, dass der Bau der Leitsysteme auf der ‪Nordbahntrasse‬ Voraussetzung für die Auszahlung der Fördergelder sei. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Das wichtigste Gremium für ‪Barrierefreiheit‬, die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV), empfiehlt nämlich: »Klassische Bodenindikatoren wie Rippen- oder Noppenstrukturen dürfen nur dort eingesetzt werden, wo ein gefahrloser Aufenthalt möglich ist. Ein Einsatz im Bereich von Fahrbahnen und Radwegen ist auszuschließen.«

Verwaltung zeigt sich uneinsichtig

Auch auf anderen zu Radwegen umfunktionierten Bahntrassen wurde auf die Indikatoren verzichtet. Mit Sorge beobachten wir, dass auch auf den neuen, noch nicht freigegebenen Teilstücken im Osten mit dem Herausfräsen für die Spurrillen begonnen wurde. Hier ist der Mitschnitt des Beitrages in der gestrigen Sendung der WDR Lokalzeit Bergisches Land:

Die schriftliche Version des Berichtes finden Sie hier.

Foto: Carsten Gerhardt

von Mario Schroeder