Toller Abschied von der Eisenbahntrasse

Toller Abschied von der Eisenbahntrasse

Dienstag, den 10. April 2018 um 19:14

Foto: Rolf Dellenbusch

Wenn das kein gutes Omen für die Zukunft der Schwarzbachtrasse ist – bei strahlendem Sonnenschein feierten die Wuppertaler am ersten Frühlingswochende diesen Jahres den Abschied von den Schienen auf der Schwarzbachtrasse.Mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger kamen, um noch einmal die Strecke zu befahren – mit 5 Draisinen, die die WUPPERTALBEWEGUNG sich für diesen Tag von Wuppertrail e.V.   geliehen hatte. Strammes Treten in die Pedale war auf dem Hinweg gefragt, um die Draisine die Steigung hinauf nach Wichlinghausen fahren. Umso schneller ging es dann wieder zurück nach Langerfeld, nicht ohne zwischendurch mit alleMann die 80 Kilogramm schweren Gefährte umgedreht zu haben.

Ein besonderes Erlebnis war natürlich die Durchfahrt durch den 290 m langen stockdunklen Wichlinghauser Tunnel, die wohl bei allen Mitfahrenden ein gruseliges Gefühl erzeugte. Schade, dass dies die letzten Fahrten waren. In Zukunft wird der Tunnel für die Fahrradfahrer und Fußgänger selbstverständlich beleuchtet sein.

Aber auch außerhalb des Tunnels hat die Strecke einiges zu bieten, nicht zuletzt grandiose Ausblicke vom Schwarzbach Viadukt.

Natürlich war es auch möglich, zusätzlich zur Draisinenfahrt oder auch an ihrer Stelle die Trasse zu Fuß zu erkunden. Viele Bürgerinnen und Bürger machten von dieser Möglichkeit Gebrauch und winkten den Draisinenfahrern bei der Vorbeifahrt zu.

Und wer durch die Anstrengung durstig geworden war, erhielt am Stand der Wuppertalbewegung eine Auswahl von Getränken – kostenlos, wie auch die Draisinefahrt selbst.

Offensichtlich waren die Besucherinnen und Besucher von den Erlebnissen beeindruckt. Die Spendendose (es war allerdings keine Dose, sondern ein Karton) war jedenfalls gut gefüllt. Und diese Spenden kann die WUPPERTALBEWEGUNG gut gebrauchen, denn die Besucher konnten mit eigenen Augen sehen, wie viel an der Schwarzbachtrasse getan werden muss, um sie in der geplanten Form den Wuppertalern zur Verfügung zu stellen.

Besonderer Dank gebührt Martin Belz, der nicht nur die Idee für diesen Event hatte, sondern auch den Transport der Draisinen hin und zurück übernahm und bei allen Draisinenfahrten  für die Sicherheit sorgte.

von Claus-Jürgen Kaminski