»Triff Gott auf der Trasse!«

»Triff Gott auf der Trasse!«

Montag, den 9. März 2015 um 12:00

Gestern wurde die Wichernkapelle bei strahlendem Sonnenschein feierlich eröffnet. Damit ist sie die erste Radwegkapelle im Rheinland. Mehrere hundert Besucher kamen zum ökumenischen Gottesdienst mit den Ortspfarrern Johannes Schimanowski und Ulrich Lemke.

Auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, der ehemalige Wuppertaler Superintendent Manfred Rekowski, nahm an der Zeremonie teil. Musikalisch untermalt wurde sie unter anderem vom CVJM-Posaunenchor, einem afrikanischen Chor und André Enthöfer. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der WUPPERTALBEWEGUNG, sprach zum Abschluss ein paar Grußworte.

Die Wichernkapelle wurde pünktlich zur Einweihung fertiggestellt und im Wesentlichen von Mitarbeitern des Wichernhauses gebaut. Auch der Betonsockel für das sieben Meter hohe Kreuz, das der Künstler Hans-Werner Gassmann aus einem ehemalige Schwebebahnpfeiler geschaffen hat, ist schon gegossen. Das Kreuz wird allerdings zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Großkran aufgestellt werden.

Die Kapelle soll am Bergischen Plateau in Wichlinghausen der Nachbarschaft ebenso zur Verfügung stehen wie Radfahrern und Wanderern. In die Kapelle – sie soll allen Konfessionen offen sein – wurden über 75.000 Euro aus Spenden investiert.

Während die Nutzer der Nordbahntrasse in der offenen Kapelle bei ihrer Rast einen Ort der »inneren Einkehr« finden sollen, werden auch das Schulzentrum Ost, die Skatehalle Wicked Woods und der geplante Kindergarten neben der Trassenmeisterei – sie liegt gegenüber der Kapelle – in das Konzept einbezogen: Pausengebete sind ebenso vorgesehen wie Andachten, etwa vor Trassenläufen. Die Trassenmeisterei wird die offene Kapelle – sie wird nicht mit Türen, aber mit Sitzen auf umfunktionierten Bahnschwellen versehen – ebenfalls im Blick halten.

Zu finden ist die Kapelle auf dem Bergischen Plateau in Wuppertal-Wichlinghausen unterhalb der Breslauer Straße 46.

Fotos: Rolf Dellenbusch
Titelbild: Mario Schroeder

von Mario Schroeder