10 Jahre Draisine fahren am Loh

10 Jahre Draisine fahren  am Loh

Mittwoch, den 12. August 2020 um 22:36

Foto: Christa Mrozek

v.l.n.r: Tom Schoska, Rolf Dellenbusch, Renate Fischer, Norbert Fischer

Seit nunmehr 10 Jahren bietet die Wuppetalbewegung am Bahnhof Loh während der schönen Jahreszeit sonntags und nach Vereinbarung kostenlose Draisinenfahrten an.

Es begann am 5. Juni 2010 mit einer gemieten Draisine aus Anlass der Eröffnung des von der Wuppertalbewegung gebauten ersten Teilstücks der Nordbahntrasse. Der Zuspruch war so groß, dass die Fahrten auch in den folgenden Wochen angeboten wurden. Noch im selben Jahr fiel die Entscheidung, eine eigene Draisine zu beschaffen. Dies konnte die Wuppertalbewegung  mit Hilfe der Auszubildenden der Fa. Schaeffler realisieren. Die notwendige technische Überprüfung der Draisine spendete die Dekra – auch für die jährlichen Checks in den Folgejahren.

Später wurde die Draisinenstrecke erweitert durch ein Parallelgleis mit zwei Weichen und eine Draisinengarage. Stolz ist die Wupperalbewegung darauf, dass es gelungen ist, die Parallelstrecke als Ausbildungsprojekt des zweiten Arbeitsmarktes mit der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GbA) zu realisieren. Alle 14 Arbeitslose konnten danach in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Der Erfolg der Draisinenstrecke hält an. Rund 14.000 Fahrgäste aller Altersstufen haben bisher die Fahrt von 20 oder 45 Minuten Dauer unternommen. Sie freuen sich darüber, dass auch das Umfeld der Draisinenstrecke stimmig ist: der liebevoll restaurierte Bahnsteig, die bahntypischen Lautsprecheransagen, die  traditionellen Fahrkarten aus Pappe, das Abpfeifen, das Hauptsignal . . .

Dahinter steckt ein unermüdliches Team Ehrenamtlicher, angeführt von Rolf Dellenbusch, das die Eisenbahngeschichte der Trasse in Erinnerung halten will und das noch viele Ideen hat für die nächsten Jahre. Ihnen gilt der Dank für eine große Attraktion in unserer Stadt.

Näheres zu den Draisinenfahrten: https://wuppertalbewegung.de/draisine/

von Claus-Jürgen Kaminski