AG Eisenbahngeschichte


Eine Arbeitsgruppe der Wuppertalbewegung e.V.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte und Draisinen der Wuppertalbewegung setzen sich für den Erhalt des industriekulturellen Charakters und damit des Charmes der ehemaligen Bahntrasse ein. Wir möchten die Nutzer des Freizeitweges an möglichst vielen Stellen an die Geschichte der Trasse zu Zeiten der Rheinischen Eisenbahn Gesellschaft erinnern. Noch vorhandene Bahnteile wurden bereits saniert oder für den späteren Wiederaufbau gesichert. Historische Signale und Beschilderungen, die den ehemaligen Bahnverkehr regelten, werden beschafft und an ihren ursprünglichen Standorten aufgestellt.
Die Rheinische Strecke im Wandel der Zeiten

Mai 1969, ein Güterzug, gezogen von einer Dampflok, unterquert die Fußgängerbrücke westlich des Bahnhofs Wuppertal-Wichlinghausen.

Mai 1980, Solo-Triebwagen (Schienenbus) am Bahnhof Wuppertal-Heubruch.

Oktober 2011, die Draisine der Wuppertalbewegung passiert den Zugang zum MEC Wuppertal.


Ein originales, 1,6 km langes Gleisstück der Nordbahntrasse kann heute als Draisinentrasse befahren werden. Weichen sollen künftig von den Besuchern der Draisinenstrecke von Hand umgestellt werden, um ein Stück Industriekultur zum Anfassen erleben zu können.

Das ehemalige Gleis 3 der Rheinischen Eisenbahnstrecke am alten Bahnhof Wuppertal-Loh konnte erhalten werden und dient heute als Draisinenstrecke.

Projekte in Bildern
2007 - Bevor alles begann -

Februar: Entdeckungstouren mit der Kamera auf der im Dornröschenschlaf liegenden ehemaligen Rheinischen Eisenbahnstrecke und Beginn einer Fotodokumentation über die Entwicklung der Nordbahntrasse zu einem Freizeitweg.

März: Einwerben von Spenden

Im November gründet die Wuppertalbewegung 22 Arbeitsgruppen. Eine davon ist die Gruppe Eisenbahngeschichte, die bald mit ihrem ersten Projekt startet.

2008

Februar: Planung der Sanierung der 350 qm großen Bahnsteigüberdachung des alten Bahnhofs Wuppertal-Wichlinghausen. Das größte Einzelprojekt der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte.

29.08.2008: Der NRW-Tag wird in diesem Jahr in Wuppertal gefeiert. Einer der Termine, u. a. mit den Herren Ministerpräsident Dr. Rüttgers und Oberbürgermeister Jung, findet am alten Bahnhof Wuppertal-Wichlinghausen statt. Nach zweimonatiger Sanierungszeit stellt Herr Dr. Rüttgers das wenige Stunden vorher aufgestellte Signal per Handhebel von rot auf grün.


2009

April: Sichern und Restaurieren originaler Bahnteile, wie Kilometersteine, Signale, Uhren und Schilder. Diese werden nach dem Umbau zu einem Rad- und Wanderweg wieder an ihrem Standort aufgestellt und können somit Alt und Jung an die Zeit der Eisenbahnnutzung erinnern und von dieser Zeit erzählen.

Mai 2009: Zentren des Bahncharakters der Rheinischen Strecke sind natürlich die größtenteils erhaltenen Bahnhöfe. Diese Bahnhöfe sollten natürlich in Zukunft auch ihren Charakter behalten und somit mit Bahnhofsschildern und Bahnhofsuhren versehen werden. Restauration der originalen Bahnhofsuhren ist ebenso ein Thema wie dessen Ansteuerung. Ein erster Prototyp der kompakten Uhrensteuerung, mit Funkempfänger und Beleuchtungssteuerung, wurde eigens für die Nordbahntrasse entwickelt.

2010

März: Auf dem Anschlussgleis nach Clausen kommen Kettensägen und Baumscheren zum Einsatz. Die Kollegen der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte befreien die Gleise von kleinen Bäumen und Sträuchern. Dadurch verlängert sich die Draisinenstrecke auf 1,6 km.

Juni: Zusammen mit dem ersten fertig gestellten Teilstück der Nordbahntrasse zwischen der Buchen- und der Schleswiger Straße, wird die Draisinenstrecke eingeweiht. Verkehrsminister Lienenkämper ließ sich nicht nur fahren, sondern er trat auch in die Pedale und half am Ende der Strecke mit, die Draisine für die Rückfahrt in die Gegenrichtung herum zu drehen.
Was ursprünglich einmal als Event für Trassenfeste geplant war, stellte sich schon nach kurzer Zeit als der Renner auf der Nordbahntrasse heraus.

Juli: Wegen der großen Resonanz bei den Trassenbesuchern plant die Arbeitsgruppe den Neubau einer eigenen Draisine und erstellt ein Konzept, bei dem die Sicherheit oberste Priorität hat. Außerdem soll das Fahrzeug nicht wie üblich am Ende der Strecke herum gedreht werden müsssen, bevor der Rückweg angetreten werden kann, sondern es wird ein Umstellmechanismus konstruiert, der das Getriebe per Hebel von einer Fahrtrichtung in die Gegenrichtung umstellt.

2011

August: Um das Sprühen von Pestiziden zu vermeiden, wird das Gleisbett an zwei bis drei Terminen im Jahr von unserer Gruppe von Wildwuchs einschließlich Wurzelwerk befreit.

September: Die Auszubildenden der Schaeffler FAG in der Varresbeck bauen die erste, von Schaeffler FAG gesponserte Draisine. Der Prototyp wird nach den Vorgaben der Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte gebaut und noch verbessert. Am 28.09.2011 findet auf dem ehemaligen Anschlussgleiss, auf dem Werksgelände von Schaeffler FAG, im Beisein der DEKRA, die erste Probefahrt statt.



2012

April: Am 20.04.2012 findet im Beisein von Herrn Oberbürgermeister Jung, der Werks-, Personal- und Ausbildungsleitung, Ausbildern und Auszubildenden der Schaeffler FAG, sowie dem Vorstand und Mitgliedern der Wuppertalbewegung, die feierliche Enthüllung der neuen Draisine statt.

Oktober: In der ersten Saison, von April bis September 2012, haben wir mit der neuen Draisine 2734 Fahrgäste befördert.


2014

Dezember: Für die Einweihung der Trasse am 19.12.2014 haben wir das Signal am Bahnhof W-Wichlinghausen mit einem Stellhebel und Beleuchtung versehen. So konnte Herr Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, das Signal von rot auf grün umstellen und so die Nordbahntrasse symbolisch eröffnen.




2015

Juli: Auf Initiative unserer Arbeitsgruppe haben die GBA, Gesellschaft für Berufliche Aus- und Weiterbildung mbH und die GTA, Gesellschaft für Training, Schweißverfahren und Ausbildung mbH, an der Draisinenstrecke am alten Bahnhof Wuppertal-Loh ca. 460 Meter Gleise verlegt. In der Zeit vom 17.06. bis 16.10.2015 wurden folgende drei Fördermaßnamen durchgeführt, wodurch 14 arbeitslose Teilnehmer eine neue Beschäftigung fanden.

Juli: Maschineller Tiefbau für den Gleisbau.

August: Gleisbau.

November: Am 26.11. wurde am Zugang Buchenstraße eine zweiteilige Fertiggarage für unsere Draisinen angeliefert. Ein Kranwagen hob die Garagenteile von den Transportern und setzte sie auf die vorgefertigten Fundamente. In der Garage können künftig mehrere Draisinen abgestellt werden.

2016

Juli: Im Juli trafen sich Kolleginnen und Kollegen des Draisinenteams zu einer erfolgreichen Probefahrt an der Buchenstraße. Künftig können unsere Fahrgäste die Weichen per Handhebel umstellen und zwischen den Gleisen 3 und 4 wechseln. Die Strecke kann hierdurch auch gegenläufig betrieben werden.


2017

September: Am 07.09.17 haben wir den Einbau von 500 Metern Gleise und den Bau unserer Garage, zusammen mit unseren Helfern und Sponsoren, eingeweiht.


2019

August: Den neuen unbeschrankten Bahnübergang Loh West haben wir durch Warnkreuze (Andreaskreuze) und selbst entworfene Verkehrsschilder „Achtung unbeschrankter Bahnübergang, Motiv Draisine“ gesichert. Die verzinkten Pfosten hat die Firma Holzrichter gespendet.


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2020

Juli: Das 10-jährige Jubiläum der Draisinenstrecke konnte am 05.06.20 wegen der Pandemie nicht gefeiert werden. Mit der verspäteten Saisoneröffnung hat unsere Designerin für uns ein Banner und einen Aufkleber zu diesem Anlass entworfen.