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Erfolgreicher Wettbewerb für die Nordbahntrasse

14 . Oktober 2021
Einen stolzen zweiten Preis hat die Nordbahntrasse beim beim Foto-Wettbewerb des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen„50 Jahre Städte-WOW-Förderung – Wo stehen die schönsten Projekte in Nordrhein-Westfalen“ erreicht. 93 nordrhein-westfälische Städte und Gemeinden haben dazu ihre mit Städtebauförderungsmitteln realisierten Projekte eingerreicht, fast 37.000 Bürgerinnen und Bürger haben entschieden. Wen wundert diese tolle Plazierung angesichts der täglich sichtbaren Inanspruchnahme der Trasse!    
(Näheres: https://www.mhkbg.nrw/50-jahre-staedte-wow-foerderung-ministerin-scharrenbach-verkuendet-die-sieger-des-fotowettbewerbs)
Schwarzbachtrasse freigeschnitten
20.09.21

Der viele Regen hat den Bewuchs am Rand der Schwarzbachtrasse in die Trasse hineinwachsen lassen. Nach einem groben maschinellen Schnitt haben Ehrenamtliche der Wuppertalbewegung am 20. September den „Feinschnitt“ gemacht. Während die Nordbahntrasse inzwischen durch die Trassenmeisterei des Wichernhauses gepflegt wird, kümmert sich auch in den nächsten Jahren noch die Wuppertalbewegung um die Schwarzbachtrasse, damit sie auch weiterhin uneingeschränkt den Wuppertalerinnen und Wuppertalern zur Verfügung steht.
Foto: Claus-Jürgen Kaminski
Namensschilder für die Tunnelportale der Nordbahntrasse
18.08.21

An allen Tunnelportalen der Nordbahntrasse gibt es wieder Namensschilder nach den originalen Mustern. Mit Unterstützung der Wuppertaler Stadtwerke, die den Steiger stellte, und der Firma Schilder Klar, die die Schilder stiftete, haben Benny Krüger und Rolf Dellenbusch die fehlenden 7 Schilder (3 waren noch vorhanden) an allen 5 Tunneln ersetzt. Nach den von ihnen vor kurzem ersetzten Schildern der alten Haltepunkte ist dies ein weiterer Schritt, die Eisenbahngeschichte der Trasse in Erinnerung zu halten und den Benutzern bei der Orientierung zu helfen.
Foto: Rolf Dellenbusch
Hall of Fame neu gestaltet
07.08.21

Am 7. August haben MartinHeuwold und Kollegen aus ganz Deutschland die Hall of Fame neu gestaltet. In einer ehrenamtlichen Aktion haben die Künster die seit Beginn der Nordbahntrasse für Spraykünstler an der Bayrether Straße freigegebene Wand überstrichen und mit neuen Motiven versehen. Absolute Hingucker! Die Wuppertalbewegung bedankt sich bei MartinHeuwold und seinen Kollegen.
Leider haben Unbekannte bereits nach wenigen Tagen die Kunstwerke mit Hakenkreuzen beschmiert.
Draisine jetzt mit Elektrounterstützung
04.06.21

Die Draisinenstrecke der Wuppertalbewegung am Bahnhof Loh ist typisch bergisch – sie enthält eine Steigung. In der Vergangenheit waren deshalb kräftige Mitfahrer*innen begehrt. Das ist jetzt Geschichte. Seit dieser Saison fährt die beliebte Draisine mit elektrischer Unterstützung! So ist es erstmals möglich ohne große Kraftanstrengung das leicht ansteigende Anschlussgleis der ehemaligen Konsumgenossenschaft zu befahren. Auch in der Ebene des Bahnhofs Loh ist dank der eigens entwickelten Technik das Fahren der Draisine weniger kraftaufwendig und verspricht noch mehr Fahrspaß für Alt und Jung. Für sportliche Fahrer wird die Motorunterstützung auf deren Wunsch auch abgeschaltet. Wie schon die Draisine selbst, die vor 10 Jahren von Auszubildenden der Firma Schaeffler gebaut wurde, ist es ein selbst entworfenes und gebautes Unikat unserer Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte und Draisinen.

Auch zu Beginn dieser Saison hat die DEKRA unsere Draisine, dieses Mal samt elektrischer Erweiterungen, geprüft. Vielen Dank auch an die Niederlassung Wuppertal für die Unterstützung!

Die Testphase der letzten 4 Wochen einschließlich unserer Fahrgäste zeigt: Die eDraisine ist ein voller Erfolg! .

Foto: Rolf Dellenbusch
Stationsschilder an der Nordbahntrasse
10.06.21

Jetzt stehen an allen ehemaligen Bahnstationen der Rheinischen Strecke in Wuppertal außer an der Mirke Stationsschilder. Die Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte der Wuppertalbewegung hat dafür gesorgt und erfreute sich dabei der Unterstützung der wuppertaler Unternehmen Schilder Klar und Holzrichter, der GBA und des Wichernhauses ebenso wie von der Stadt, wofür sie sich sehr herzlich bedankt. Es ist immer wieder erfreulich zu erleben, wie viel Unterstützung die Wuppertalbewegung seit vielen Jahren für ihre Aktionen bekommt.

Unseres Wissens gibt es die komplette Beschilderung ehemaliger Bahntrassen nur auf der Nordbahntrasse. Was für die einen eine schöne Erinnerung an ehemalige Bahnfahrten ist, dient allen Trassengästen zur Orientierung.

Weitere Bilder hier. Alle Fotos von Rolf Dellenbusch
Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Dr. Carsten Gerhardt
07.06.21

Am 7. Juni 2021 hat der Bundespräsident dem Gründer und 1. Vorsitzenden der Wuppertalbewegung in Berlin das Bundesverdienskreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland unter dem Motto Natur-Umwelt-Klimaschutz verliehen. Einen Bericht der Lokalzeit (WDR 3 Wuppertal) finden Sie hier.
Vorstand und Mitglieder des Vereins sind sehr stolz, dass das gemeinsame ehrenamtliche Engagement hiermit eine bundesweite Würdigung erfährt.
Dass Herr Dr. Gerhardt schon in relativ jungen Jahren diese Ehrung erhält, noch dazu als Sahnehäubchen durch den Herrn Bundespräsidenten persönlich in Berlin, unterstreicht die herausragende Bedeutung in eindrucksvoller und außergewöhnlicher Weise.

Förderbescheid für Circular Valley
  1. Juni 2021
Circular Valley erhält Förderbescheid

Am 31.5.2021 konnten Burkhard Clingen, Andreas Mucke und Carsten Gerhardt aus den Händen von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart und Frau Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher den Förderbescheid für das Circular Valley™ in Höhe von € 3,6 Mio. in Empfang nehmen.

Durch das Circular Valley™ im Großraum Rhein-Ruhr wird NRW zum globalen Schwerpunkt von Entwicklungen für die Kreislaufführung und hochwertige Wiederverwertung von Produkten. Ganz im Sinne des EU Green Deal. Mit Start-ups und Talenten aus dem In- und Ausland entstehen hochwertige Arbeitsplätze in Industrie, Logistik und Recycling sowie Forschung & Entwicklung. Das Land NRW unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Förderung mit eigenen und s.g. EFRE Mitteln der Europäischen Union.
Als Empfänger der Förderung wird die Circular Valley™ Stiftung die folgenden Kernaktivitäten koordinieren:
  • Eine Wissensdatenbank über Lösungsbedarfe und bereits existierende Lösungen zur zirkulären Wertschöpfung/Kreislaufwirtschaft
  • Ein Gründerzentrum, das Start-ups für die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Wissenschaft weltweit gewinnt: der Circular Economy Accelerator™
  • Eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit
  • Sozial, ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Politikempfehlungen
Die Wuppertalbewegung e.V. als Initiator des Circular Valley™ freut sich sehr über die Unterstützung durch das Land NRW sowie die EU und dankt allen Beteiligten für die sehr kooperative Zusammenarbeit.

(Foto: © MWIDE NRW)
Schwarzbachtrasse erfolgreich abgerechnet
17. April 2021
Die Wuppertalbewegung e.V. baut auf einer von der Kommune erbgepachteten Fläche mit öffentlicher Förderung einen 1,8 km langen Radweg die Schwarzbachtrasse und bleibt dabei nicht nur im Zeit-, sondern auch im Kostenrahmen.

Die offizielle Eröffnung fand am 10.09.2020 unter großer Beteiligung der Unterstützer, Politik und Aktiven der Wuppertalbewegung statt. Inzwischen sind auch die Fördermittel abgerechnet: Über 200.000 € wurden nicht verbraucht! Die Erfolgsfaktoren das bundesweit einzigartigen Förderprojektes:

·        Die Wuppertalbewegung als alleinverantwortliche Bauherrin
·        Förderantrag durch die Wuppertalbewegung
·        Fachanwaltliche Begleitung der mehrfachen Ausschreibung und rechtssichere Vergabe
·        Nur ortsnahe Mittelständler, keine Großkonzerne
·        Lückenlose, kontinuierliche ehrenamtliche Baubegleitung und -überwachung
·        Projektdokumentation

Das Projekt-Beispiel, in dem ein Bürgerverein als Bauherr die Verantwortung für einen Rad-, und Gehweg übernimmt, ist dem erarbeiteten Vertrauen bei der Initiierung und dem Bau der Nordbahntrasse zu verdanken. Es zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement Teilhabe an der Stadtentwicklung nimmt und das Projekt erfolgreich begleitet hat.

Frühjahrsputz
30. November 2020
Im Kernbereich von Wuppertal gibt es keinen Verkehrsübungsplatz mehr. Also einen Platz, wo Kinder auf kleinen Straßen mit Verkehrsschildern, Ampelanlagen und Übergängen das Verhalten im Verkehr üben können. Viele von Ihnen werden sich noch an den Verkehrsübungsplatz an der Rudolfstraße erinnern, der vor Jahren leider einer Wohnbebauung weichen musste.
Wir halten eine frühkindliche, spielerische Hinführung zu den Verkehrsregeln für ganz wichtig – das lernt man nicht am Wochenende auf dem Obi oder Aldi Parkplatz beim Radfahrüben. Daher möchten wir als Wuppertalbewegung e.V. gerne einen derartigen Verkehrsübungsplatz bauen. Am liebsten an der Nordbahntrasse, um eine leichte Erreichbarkeit zu gewährleisten. Beim Bau der Schwarzbachtrasse sind wir unter Budget geblieben. Mit etwas Glück dürfen wir die Restmittel für diese sinnvolle Maßnahme verwenden. Verschiedene Abteilungen der Stadtverwaltung, Bezirks- und Bürgervereine unterstützen uns bei der Suche einer geeigneten Fläche, die unseren Anforderungen und Vorstellungen entspricht. Bis jetzt leider noch ohne Erfolg.
Foto: Lutz Essrich
Text: Carsten Gerhardt

Jahreshauptversammlung 2020 – ein wichtiger Schritt vorwärts

18. Dezember 2020
Unter strenger Beachtung der Corona-Hygienevorschriften konnte die Wuppertalbewegung auf ihrer Jahreshauptversammlung am 17. Dezember einen wichtigen Schritt in die Zukunft machen. Einstimmig bestätigte sie das in der vorjährigen Jahreshauptversammlung beschlossene  Projekt Circular Valley und beschloss die dafür notwendige Ergänzung der Vereinssatzung.
Der Vorstand betonte, dass das Projekt Circular Valley zusätzlich neben die örtlichen Projekte trete, die der Verein fortsetzen werde. Geplant sei zur Zeit die Errichtung eines Verkehrsübungsplatzes an der Trasse, um Kindern einen Lernort für das Fahrrad fahren zu geben. Die Finanzierung sei gesichert, da der Wuppertalbewegung die bei der Schwarzbachtrasse eingesparten Fördermittel zugesagt worden sind. Offen sei allerdings noch die Grundstücksfrage. Über den Fortgang der Projekte wird der Vorstand die Mitglieder auch in Zukunft regelmäßig per Email unterrichten.
Einstimmig wiedergewählt wurden der Vorsitzende Dr. Carsten Gerhardt, der 2. Vorsitzende Lutz Essrich, Schatzmeister Burkhard Clingen und Beisitzer Matthias Kreysing. Zur neuen Schriftführerin wurde Dina Kipker gewählt und als weitere Beisitzerin Kathrin Berner. Christa Mrozek machte ihre Position für eine Verjüngung frei, versprach jedoch, sich auch in Zukunft wie bisher für Kommunikation und Mediendesign zu engagieren. Carsten Gerhardt bedankte sich unter dem Beifall der Versammlung für ihre Arbeit.
Bedauerlich war natürlich, dass wegen Corona die Zahl der Teilnehmer hinter der der Vorjahre wesentlich zurückblieb und dass die Möglichkeit zum üblichen gemütlichen Gedankenaustausch nach der Versammlung bei Glühwein und Plätzchen ausfallen musste. Fortgesetzt wurde jedoch die Tradition, dass die Teilnehmer den wunderschön von Christa Mrozek gestalteten ^Trassenkalender 2021 mit nach Hause nehmen konnten.
Unter https://www.youtube.com/watch?v=9VZLGow6_Lw&feature=youtu.be  ist die Jahreshauptversammlung im Internet verfügbar.
Text: Claus-Jürgen Kaminski 
Bild: Videmi
Neues Vorhaben Verkehrsübungsplatz
30. November 2020
Im Kernbereich von Wuppertal gibt es keinen Verkehrsübungsplatz mehr. Also einen Platz, wo Kinder auf kleinen Straßen mit Verkehrsschildern, Ampelanlagen und Übergängen das Verhalten im Verkehr üben können. Viele von Ihnen werden sich noch an den Verkehrsübungsplatz an der Rudolfstraße erinnern, der vor Jahren leider einer Wohnbebauung weichen musste.
Wir halten eine frühkindliche, spielerische Hinführung zu den Verkehrsregeln für ganz wichtig – das lernt man nicht am Wochenende auf dem Obi oder Aldi Parkplatz beim Radfahrüben. Daher möchten wir als Wuppertalbewegung e.V. gerne einen derartigen Verkehrsübungsplatz bauen. Am liebsten an der Nordbahntrasse, um eine leichte Erreichbarkeit zu gewährleisten. Beim Bau der Schwarzbachtrasse sind wir unter Budget geblieben. Mit etwas Glück dürfen wir die Restmittel für diese sinnvolle Maßnahme verwenden. Verschiedene Abteilungen der Stadtverwaltung, Bezirks- und Bürgervereine unterstützen uns bei der Suche einer geeigneten Fläche, die unseren Anforderungen und Vorstellungen entspricht. Bis jetzt leider noch ohne Erfolg.
Foto: Lutz Essrich
Text: Carsten Gerhardt
Schwarzbachtrasse offiziell eröffnet
11. September 2020
Liebe Mitglieder und Interessenten der Wuppertalbewegung e.V., am 10.09.2020 haben wir die Schwarzbachtrasse offiziell eröffnen können.
Wir haben uns sehr gefreut, dass Oberbürgermeister Andreas Mucke, Staatssekretär Gunther Adler aus Berlin und derart viele Begleiter und Unterstützer der Schwarzbachtrasse aus den Reihen der Wuppertalbewegung und darüber hinaus zu diesem Eröffnungsevent unter Corona-Bedingungen gekommen sind. Die Wuppertaler Parteien waren u.a. durch ihre Kandidaten für die kommende Oberbürgermeister-Wahl Henrik Dahlmann, Marcel Hafke, Bernhard Sander und Prof. Uwe Schneidewind sowie BezirksbürgermeisterInnen und Stadträte prominent vertreten.
Mit Dr. Josef Beutelmann, Dirk Cleff, Rolf Rosenthal und Gunther Wölfges durften wir wichtige Unterstützer der Barmenia, Carl W. Cleff GmbH, Jackstädt Stiftung und der Stadtsparkasse Wuppertal begrüßen. Sie haben nicht nur die Nordbahntrasse sondern in der Folge auch die Schwarzbachtrasse mit auf den Weg gebracht. Wir danken ihnen stellvertretend für die über 1.000 Unterstützer, deren komplette Liste Sie am Sponsorenplatz der Nordbahntrasse am Uellendahler Viadukt finden können.
Damit ist das Kapitel Trassenbau der Wuppertalbewegung e.V. erfolgreich abgeschlossen. Wir werden uns natürlich um die Pflege und Weiterentwicklung des Umfelds der Trassen kümmern und ansonsten unser Augenmerk auf unser neues Vorhaben „Circular Valley“ legen.
Vielen herzlichen Dank Ihnen allen für Ihre Unterstützung in den letzten 14 Jahren. Wir freuen uns auf den weiteren gemeinsam Weg mit Ihnen!
Ihre Wuppertalbewegung e.V.
Foto: © Andreas Fischer
Text: Carsten Gerhardt
Formsignal am Stellwert Loh Ost beleuchtet
2. September 2020
Lange vor dem Baubeginn des Rad- und Wanderweges hat sich die Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte (heute Eisenbahngeschichte und Draisinentrasse) für den Erhalt historischer Relikte der Rheinischen Strecke eingesetzt, um sie zu sichern, zu restaurieren und so unserer „Trasse“ den Charme ihrer Geschichte zu erhalten.
Die Umgebung des Bahnhof Loh lässt die Zeiten der Eisenbahnstrecke durch die vorhandenen Gleise in ganz besonderer Weise aufleben und kann sich über ein neues Highlight im wörtlichen Sinne freuen. Durch den Einsatz des langjährigen (11 Jahre) Mitglieds der Arbeitsgruppe, Benny Krüger, dessen Engagement bereits viele andere technische Lösungen und Restaurationen entlang der Strecke zur Folge hatte, ist nun in den Abendstunden das Formsignal am Stellwert Loh Ost beleuchtet. Der Energiebedarf wird dabei ausschließlich über Solarenergie gedeckt, wozu die originalen Gaslaternen des Signals restauriert und die Solarzellen dabei integriert wurden.
Text: Christa Mrozek
Sponsorenplatz eingeweiht
16. August 2020
Am 14.8.2020 konnte der Sponsorenplatz auf dem Uellendahler Viadukt gemeinsam mit Vertretern der Unternehmen, die mit ihrer finanziellen Unterstützung den Großteil der notwendigen Eigenmittel für die Nordbahntrasse und auch die Schwarzbachtrasse aufgebracht haben, eingeweiht werden. Ein Edelstahltisch in der Form von Wuppertal symbolisiert das Gemeinschaftswerk so vieler Wuppertaler und lädt zum Verweilen ein.Auf drei hohen Stelen wird beidseitig die Geschichte der Nordbahntrasse und ihrer Umwandlung in einen Freizeitweg dargestellt. Für die Realisierung danken wir insbesondere Frau Yvonne Schmitz, Herrn Jürgen Arnold (Metallbau), den Herren Thomas Reiche und Martin Belz/ Firma Leonhards Landschaftsgärtner (Gestaltung des Platzes), den Herren Lutz Essrich, Rolf Dellenbusch, Claus Kaminski (Bilder, Text), Frau Christa Mrozek (Design) sowie der Firma Schilder Klar (Hinweistafeln).
Alle Sponsoren sind gemeinsam auf einer der großen Stelen aufgeführt.
Foto: Rolf Dellenbusch
Text: Carsten Gerhardt
REGENBOGEN-BRÜCKE fertig
2. August 2020
Die Regenbogen-Brücke ist ein neues Highlight in Wuppertal.
Januar 2019 stellte der Künstler Martin Heuwold (MEGX) der Wuppertalbewegung erste Graffiti-Entwürfe vor. Die Regenbogen-Brücke wurde innerhalb eines Monats im Juli 2020 fertiggestellt und befindet sich auf der Schwarzbachtrasse / Dahler Brücke / B7. Neben dem Heckinghauser Gaskessel ist sie eine weitere Aufwertung des Wuppertaler Ostens.Zum Gelingen der Umsetzung hat Lutz Essrich von der Wuppertalbewegung den Entwurf in den politischen Gremien vorgestellt und ist auf breite Zustimmung gestoßen. Michael Kraft, auch engagiert für den Verein beim Bau der Schwarzbachtrasse, hat die Brücken-Ausschreibung übernommen. Dank einer großzügigen Zuwendung der Brüder Thomas und Stefan Ellenbeck, konnte die Brücke nicht nur in tristem Grau gestrichen werden sondern kunstvoll gestaltet werden. Wir danken auch der Firma SYSTEMLIFT Wuppertal SPIELHOFF GMBH Arbeitsbühnen für ihre Unterstützung durch die Bereitstellung von zwei Hebebühnen.
Text und Fotos: Christa Mrozek
Das neue Projekt – Circular Valley
10. Mai 2020
Nach der Realisierung von Nordbahntrasse, Schwarzbachtrasse und dem wunderschönen Belvedere in Wichlinghausen arbeitet die Wuppertalbewgung an ihrem nächsten, völlig anderen Projekt: “Circular Valley Wuppertal”. Hierzu haben die Mitglieder in der letzten Jahreshauptversammlung grünes Licht gegeben.
In einem Gespräch mit der Wuppertaler Rundschau (Ausgabe 09. Mai 2020) und den Redakteuren Stefan Seitz und Roderich Trapp konkretisierte der Vorsitzende Carsten Gerhard das Projekt.

WR: Sind die Nordbahn- und die Schwarzbachtrasse jetzt für die »Wuppertalbewegung« passé?
Carsten Gerhardt: Ganz im Gegenteil! Erstens kümmern wir uns weiterhin um beide Strecken und um den Hackenbergschen Park und zweitens sind die Trassen ein lebendiges Beispiel für den Gedanken von Circular Valley, also von Kreislaufwirtschaft. Wir haben zwei alte Bahnstrecken zu etwas Neuem „re-cycelt“, um ein zum Thema Radfahren passendes Wortspiel zu benutzen. Genau darum soll es auch in Zukunft gehen: im Circular Valley mit seinem „Accelerator“-Gebäude wo eine Denk-, Forschungs-und Ideenfabrik entstehen wird. 100 Milliarden Tonnen menschengemachter Abfall pro Jahr sind eine riesige Aufgabe. Wie kann es gelingen, produzierte Stoffe im Kreislauf zu lassen, sie nicht wegzuwerfen oder zu verbrennen? So dass es keine riesigen Müllhalden in Entwicklungsländern mehr geben muss, kein Plastikmüll im Meer und, und, und.

WR: Gerade das Thema Plastikmüll bewegt ja viele Menschen…
Carsten Gerhardt: … und dabei macht dieser Bereich „nur“ 350 Millionen der oben erwähnten 100 Milliarden Tonnen aus. Plastik ist eigentlich eine gute Sache mit vielen Vorteilen, aber es sollte eben nicht in der Umwelt und im Meer landen, sondern wirklich recycelt werden können. Daran und an zahlreichen anderen Facetten echter Kreislaufwirtschaft forschen und arbeiten im Bergischen Land, entlang der Rheinschiene und im Ruhrgebiet viele Firmen und Institutionen. Sie alle wollen wir zum „Circular Valley“ verbinden und dann Startup-Gründer aus aller Welt nach Heckinghausen holen. Das „Circular Valley“ mit seinem Wuppertaler Kern soll groß gedacht und groß gemacht werden, denn die damit verbundene Aufgabe bekommt man nur gemeinsam hin.

WR: Das klingt nach einem dicken Brett. Die »Wuppertalbewegung« traut sich das zu?
Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir können, was wir uns vornehmen. Die Schwarzbachtrasse etwa haben wir mitten in der höchsten Baukonjunktur pünktlich und unter dem Budget fertiggestellt. Wir sind unabhängig und haben Mitglieder aus allen nur denkbaren Bereichen, die dafür brennen, etwas für die Stadt zu tun. Wenn wir eine Frage stellen, finden wir sehr schnell jemanden der uns helfen kann. Wir haben weit über die Stadt hinaus nur positive Reaktionen auf die „ Circular Valley“-Idee bekommen. Bis hin zu einer Mail, in der es hieß: „wenn ihr das macht, dann ziehe ich nach Wuppertal!“

WR: Was wäre es denn konkret was die »Wuppertalbewegung« in Zukunft machen möchte?
Carsten Gerhardt: In Heckinghausen nahe dem Gaskessel, einem historischen Industrialisierungs- Ort, wo beispielsweise die Geschichte von Bayer begann, ein Gebäude zu errichten, in dem Menschen aus aller Welt nachdenken, forschen, Kontakt mit der örtlichen und weltweiten Wirtschaft aufnehmen, um innovative, hochwertige Recycling-Verfahren an einem Ort zu bündeln. Die Techniken dazu gibt es bereits, man muss sie aber marktreif machen. Das soll „Circular Valley“ durch die Begegnung vieler kluger Köpfe in Heckinghausen möglich machen. Es soll Platz sein für etwa 40 Gründer und Startups aus allen Teilen der Welt, um deren Betreuung sich die „Wuppertalbewegung« kümmern wird. Solch einen Ort, an dem es nur um zukunftsorientierte Kreislaufwirtschaft geht, gibt es bisher nirgendwo auf der Welt. Wuppertal kann hier die Spitze einer großen Bewegung übernehmen.

WR: Nicht jeder Wuppertaler würde auf Heckinghausen als Standort für solch ein Projekt kommen…
Carsten Gerhardt: Dabei ist Heckinghausen bzw der Wuppertaler Osten im Allgemeinen ideal dafür! Ein internationaler und kosmopolitischer Stadtteil ohne gutbürgerliche Gartenzwerg-Mentalität. Menschen aus Ghana , Kolumbien, den USA, Asien oder woher noch können sich hier wohlfühlen, finden preiswerten Wohnraum und sind gut an alle wichtigen Verkehrswege angebunden. Außerdem ist der Gaskessel selbst ein Beispiel für gelungenes Recycling und damit das ideale Wahrzeichen für „Circular Valley“. Man kann Europas einzige 360° Leinwand im Gaskessel auch wunderbar für Präsentationen neuer Verfahren und Ideen nutzen.

WR: Die »Wuppertalbewegung« ist eine Bürgerbewegung – wie sorgen Sie dafür, dass der neue Schwerpunkt auch bürgernah bleibt?
Carsten Gerhardt: Die Bürger werden im Heckinghauser „Circular Valley“-Gebäude stets willkommen sein. Sie können und sie sollen hinein schauen, Fragen stellen, eigene Ideen beisteuern. Stellen Sie sich beispielsweise vor, jemand würde am Recycling von Windeln arbeiten: da sind die Erfahrungen und Meinungen von Müttern gefragt. Vor Ort kann man schnell Kontakt miteinander aufnehmen und herausfinden, welche Verfahren der Wiederverwertung für die Menschen überhaupt sinnvoll sind. Wenn „Circular Valley“ gut funktioniert, muss man keine Verbraucherbefragungs-Agenturen beauftragen, sondern macht die Türen auf, lädt die Menschen ein, zeigt Ihnen woran man entwickelt – und wird sehr schnell sehen, ob das zusammenpasst. Außerdem sollen auch regionale Mittelständler stets willkommen sein. Für die ist intelligente Wiederverwertung sehr wichtig, Sie können aber nicht rund um den Globus tingeln, um gute Ideen zu suchen. In Heckinghausen würden sie sie im Idealfall alle unter einem Dach live finden können.

WR: Welches ist die Rolle der »Wuppertalbewegung« in diesem Prozess?
Carsten Gerhardt: Wir bringen alle Beteiligten zusammen, liefern die Sicht des späteren Konsumenten. Wir besorgen durch Eigen-und Fördermittel das nötige Geld, schaffen die notwendige Plattform, knüpfen Kontakte in die Stadt und den Stadtteil. Wir haben schon jetzt viele Hilfsangebote, etwa in Sachen Patentrechtsberatung oder Einführung ins deutsche Gesundheits- und Krankenversicherungssystem für Gäste aus aller Welt. Außerdem ist es natürlich unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass das Haus steht, beheizt wird, die nötigen Räume und die Technik bietet. Unsere Kooperationspartner sollen global tätige Wuppertaler Unternehmen sein, die ihr weltweites Wissen wieder zurück in die Heimat importieren. Außerdem das Wuppertal Institut, die Bergische Universität, die Denkfabrik CSCP am Platz der Republik oder auch die global tätige Unternehmensberatung Kearney mit 4000 Mitarbeitern, zu denen ich auch selbst gehöre. Es geht hier nicht um einen Recycling-Hof, sondern um eine Ideenschmiede für zukunftsweisende, überall einsetzbare Sortierungs- und Recyclingverfahren. Die Welt braucht keine extrem globalisierten Lieferketten mehr, das hat uns die Corona-Krise gezeigt, sondern wieder geschlossene Kreisläufe. Antworten auf die Frage, was aus den Kohlefasern wird, aus denen „Dreamliner“-Flugzeuge hergestellt werden, oder wie die Lithium-Batterien von E-Autos recycelt werden können, sind für die Zukunft entscheidend.

WR: Was war denn ihr eigener „Circular Valley“-Wuppertal-Zündfunke?
Carsten Gerhardt: Als ich vor einiger Zeit vor dem Heckinghauser Gaskessel stand, hat es Klick gemacht und ich dachte: das hier ist ein ihr Areal, wo das Herz von „Circular Valley“ schlagen sollte. Die Gegend hat einerseits eine große Industriegeschichte und andererseits auch eine kleine Geschichte für mich, denn dort in der Nähe bin ich in den Kindergarten gegangen.
Text: Claus-Jürgen Kaminski
Stadtentwicklung: Verein sucht neue Wege für die Stadt Wuppertal
21. April 2020
WZ Interview von Manuel Praest
Die Nordbahntrasse ist ein Erfolgsmodell, hat Wuppertal bundesweit bekannt gemacht. Der Vorsitzende Carsten Gerhardt und die Wuppertalbewegung, die den Anstoß zu diesem Projekt gaben, sind dafür vielfach ausgezeichnet worden — und haben nachgelegt: Seit Ende vergangenen Jahres können Fußgänger und Radfahrer nun auch die Schwarzbachtrasse nutzen. Doch der Verein denkt weiter. „Circular Valley“ ist der Arbeitstitel des neuesten Projektes. Das Ziel: Wuppertal soll zu einem „Hotspot“ für Zukunftstechnologien werden. Die WZ sprach mit Carsten Gerhardt über die kommenden Aufgaben und Herausforderungen.



Mit der Nordbahn- und der Schwarzbachtrasse ist die Wuppertalbewegung bekannt geworden. Wie schwierig ist jetzt der Themenumschwung? Oder etwas provokant gefragt: Kann der Verein etwas anderes als Verkehr?


Carsten Gerhardt: Als wir vor 15 Jahren gestartet sind, hätte da jemand geglaubt, dass wir die Trassen hinbekommen? Also das komplette Programm mit Planung, Antragsstellung und Bau? Die Schwarzbachtrasse wurde sogar ungeachtet der überhitzten Baukonjunktur „in time“ und unter Budget fertig. Und vorher hat von uns auch niemand einen Radweg gebaut. Ich denke, die Wuppertalbewegung hat den Beweis angetreten, dass sie große Strahlkraft ausübt, um gemeinsam mit Bürgern aller Altersklassen, Fachleuten, Unternehmern, Politik und
Verwaltung Dinge in der Stadt voranzubringen.

Warum wollte man weg von Trasse & Co.?

Gerhardt: Die aus unserer Sicht von den Panoramen her schönsten Trassen einschließlich der wunderbar gepflegten öffentlichen Parkanlage Belvedere sind fertig, weshalb wir uns etwas anderes suchen wollten. Vielleicht planen wir in ferner Zukunft noch mal den Brückenschlag nach Schwelm für die Trassen, aber zunächst ist das Ziel etwas anderes, was nichts mit Verkehr zu tun hat.

Was steht denn hinter „Circular Valley“?

Gerhardt: Es soll ein Ort werden, an dem Lösungen für das Megathema „Circular Economy“ entwickelt und zur Anwendung gebracht werden sollen. Es geht hierbei um eine Wirtschaft, die versucht, Abfälle zu reduzieren und Stoffe in einem Kreislauf zu nutzen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir wollen Wuppertal nicht zum Recyclinghof Europas machen, sondern zur Ideenschmiede und zum Ort, wo zusammen mit der bergischen Industrie/der Werkzeugindustrie Prototypen und exportierbare Technologien entwickelt werden.

Wie kann das gelingen?

Gerhardt: Ziel ist eine hochwertige Wiederverwendung von Stoffen. Was das „Silicon Valley“ für die Halbleiter und Folgetechnologien war und ist, kann Wuppertal als „Circular Valley“ für „Circular“-Technologien und – Themen werden.

Das klingt erst einmal etwas abstrakt. Wie könnte das denn konkret aussehen?

Gerhardt: Bei Details muss ich mich noch etwas zurückhalten. Wir wollen nicht vorgreifen, aber es laufen bereits erste Gespräche mit potenziellen Partnern. Auch einen möglichen Ort haben wir im Auge. An diesem Ort sollen junge Firmen mit Ideen und etablierte Firmen mit Interesse an Innovation aus dem Bereich der ,Circular Economy’ zusammenkommen. Sie sollen gemeinsam Geschäftsmodelle entwickeln, die gleichzeitig den Menschen, der Umwelt und der Wirtschaft nützen. Es geht darum, aus Erfindungen Produkte zu machen. In diese Entwicklungen wollen wir, wie immer, möglichst viele einbeziehen.
Das komplette Interview finden Sie unter: WZ online
Foto: Anna Schwartz
Text Christa Mrozek
CNN gibt Reise-Empfehlung für Wuppertal
3. Januar 2020
Die Website CNN-Travel hat Wuppertal mit seiner Schwebebahn und Nordbahntrasse in seine Liste der 20 Orte aufgenommen, die man 2020 unbedingt besichtigen sollte. Dazu hat die Wuppertalbewegung als Initiator der Nordbahntrasse ein Projekt Video in Englischer Version verlinkt. https://www.youtube.com/watch?v=rM3o6EFlvDY
Fotos undText Christa Mrozek
Jahreshauptversammlung 2019 – erfolgreiches Jahr mit Blick nach vorn
1. Januar 2020
Die Jahreshauptversammlung 2019 der »Wuppertalbewegung e.V.« war mit über 250 Mitgliedern traditionell gut besucht. Als Ehrengäste waren Oberbürgermeister Andreas Mucke und Dr. Jörg Mittelsten Scheid erschienen.
Der 1. Vorsitzende Dr. Carsten Gerhardt konnte über ein rundherum erfolgreiches Jahr 2019 berichten

Die Highlights:

Die Schwarzbachtrasse ist weitestgehend fertiggestellt und kann ab sofort genutzt werden (allerdings fehlt noch die Beleuchtung, vor allem im Tunnel). Die formelle Eröffnung wird im Frühjahr sein.

Das Belvedère an der Nordbahntrasse, das die »Wuppertalbewegung« dank einer großzügigen Spende von Herrn Dr. Jörg Mittelsten Scheid als Parkanlage für die Öffentlichkeit geschaffen hat, steht seit dem Sommer der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Beide Projekte konnten trotz der aktuellen Baukonjunktur im Zeit- und Kostenrahmen realisiert werden.

Möglich wurden diese Erfolge natürlich durch die Personen, die hinter den Projekten der Wuppertalbewegung stehen und dort ihre Freizeit einsetzen. Das gilt z.B. für das zum Belvedère gebildete ‚Greenteam‘ um Dina Kipker, das sich um die Pflege dieser wunderschönen Anlage kümmert, aber auch für Rolf Dellenbusch, der für seine jahrelangen Bemühungen um die Bewahrung des geschichtlichen Erbes der Nordbahntrasse als ‘Wuppertal Beweger 2019‘ ausgezeichnet wurde. Und natürlich für Michael Kraft als Bauleiter der Schwarzbachtrasse.

Aber die Versammlung erschöpfte sich nicht in dem Blick zurück. Dr. Gerhardt kündigte an, dass die »Wuppertalbewegung« sich weiter für die Pflege und Weiterentwicklung von Nordbahntrasse, Belvedère und Schwarzbachtrasse engagieren werde. Sie wolle aber keine weiteren Trassen umbauen, keinen weiteren Weg für Wuppertal, sondern Wuppertal bewegen, so wie es der Vereinsname sagt. Die letzten 15 Jahre habe der Verein mit ehrenamtlicher Arbeit Trassen und Orte aus der „Vergangenheit in die Gegenwart“ befördert. Jetzt solle er aus der Gegenwart in die Zukunft schreiten und seine Zukunft in neuen Aufgaben sehen, die Wuppertal weiterbringen können und zukunftsfähiger machen. Die fast einstimmige Zustimmung der Versammlung nimmt der Vorstand als Auftrag, die Überlegungen zu konkretisieren, sie in Kooperation mit Partnern weiter zu entwickeln und die interne Diskussion zu führen.

Zum Abschluss bekam jeder Teilnehmer den neuen Jahreskalender für 2020 mit wunderschönen Lichtstimmungen an und auf der Trasse, wie üblich von Christa Mrozek kreiert und mit Hilfe von Sponsoren realisiert. Bei einem Glas Glühwein beendeten viele Gespräche untereinander eine wieder einmal gelungene Veranstaltung.
Foto: Rolf Dellenbusch
Text: Claus-Jürgen Kaminski
21. Juni 2019: Wuppertalbewegung e.V. und Dr. Jörg Mittelsten Scheid eröffnen das „BELVEDERE“ an der Nordbahntrasse
24. Juni 2019
Bei bestem Wetter konnte am 21. Juni 2019 durch die »Wuppertalbewegung e.V.« die schön gestaltete Parkanlage gemeinsam mit dem Spender Dr. Jörg Mittelsten Scheid und seiner Gattin der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Jetzt haben Wuppertaler Bürger/innen mit dem neuen Rast- und Ruheplatz ein besonderes Highlight direkt an der Nordbahntrasse. Über einen Treppenaufgang am Askanierpark ist das BELVEDERE täglich von 9 h bis Sonnenuntergang geöffnet. In der Parkanlage eröffnet sich ein wunderbarer Panoramablick auf Heckinghausen, Wupperfeld und Barmen City.

Ein Projekt der Wuppertalbewegung
Die »Wuppertalbewegung e.V.« übernahm das über 1.000 qm große Grundstück für 50 Jahre in Erbpacht von der evangelischen Kirche, der es mittlerweile gehörte. Sie legte das überwucherte Grundstück mit vielen Ehrenamtlern bereits im Sommer 2014 frei. Dank der großzügigen Spende von Herrn Dr. Jörg Mittelsten Scheid im Jahre 2016 in Höhe von 450.000 € aus Anlass seines 80. Geburtstages konnten die Pläne für eine Umgestaltung zu einem Park in die Tat umgesetzt werden. (More)

Historie 
Mit dem Bau der Rheinischen Eisenbahnstrecke im Tal der Wupper im Jahre 1877 wurde das Grundstück der Familie Hackenberg, Teilhaber der gleichnamigen Band- und Litzenfabrik, an der heutigen Sonnabendstraße in Barmen in zwei Teile geteilt. Die Rheinische Eisenbahngesellschaft erbaute eigens eine Fußgängerbrücke über die Trasse, um die Villa mit dem Sommerhaus der Familie zu verbinden. Dieses lag auf einem Felssporn Richtung Tal mit einem phantastischen Blick von Barmen bis Langerfeld.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Sommerhaus noch um einen Zweckbau ergänzt und diente über Jahre als Wohnhaus, bis es in einen Dornröschenschlaf fiel. Im Jahr 2009 entdeckte es die Wuppertalbewegung e.V. wieder und machte sich Gedanken über eine Nutzung als Park, um einer breiten Öffentlichkeit den wunderschönen Ausblick über und auf die Stadt unmittelbar an der Nordbahntrasse zu ermöglichen.
Das aus Holz gebaute Sommerhäuschen der Familie Hackenberg war leider zu verfallen, um noch saniert werden zu können und wurde durch einen formidentischen Stahlpavillon an gleicher Stelle ersetzt. Umfangreiche Fels- und Absturzsicherungen wurden vorgenommen und eine Treppenanlage vom benachbarten Askanierpark gebaut.
Wir hoffen, dass alle Nutzer dieses großzügige Geschenk wertschätzen.
Ihre »Wuppertalbewegung e.V.«
Bürgerantrag zur Tunnelbeleuchtung abgelehnt
1. März 2019
Mit Verweis auf eine erneute ablehnende Stellungnahme der Bezirksregierung in Düsseldorf hat der Hautausschuss der Stadt Wuppertal am 22. Februar 2019 den Bürgerantrag zur besseren Beleuchtung der Tunnel auf der Nordbahntrasse abgelehnt.
Insbesondere an hellen Tagen stellt die schummerige Tunnelbeleuchtung eine große Herausforderung für die Adaption der Augen bei vielen Trassennutzern dar, was immer wieder zu Gefahrensituationen mit unbeleuchteten Trassennutzern führt. Darunter auch solche, die gesetzlich nicht zur Beleuchtung gezwungen werden können, wie Inlineskater oder Skateboarder.
Die Wuppertalbewegung e.V. hatte zuletzt im letzten Frühjahr zwei Vorstöße in Richtung der Bezirksregierung zur besseren Tunnelbeleuchtung unternommen. Unabhängig von der Wuppertalbewegung e.V. hat dann ein Bürgerantrag das Thema adressiert.
Die Argumentation der Bezirksregierung ist immergleich und verkennt die Realität in den Tunneln, sie lautet:
„Die Quartiere der Fledermäuse befinden sich sowohl unmittelbar innerhalb der Tunnelröhren in Fluchtnischen, Fugenspalten und größeren Hohlräumen als auch in angrenzenden natürlichen Höhlen, welche durch Ausflüge mit den Tunnelröhren verbunden sind.“
Der rot markierte Teil ist falsch. Es gibt in den komplett mit neuem Spritzbeton ausgekleideten Tunneln keine Fugenspalten und größere Hohlräume mehr. Und in den Fluchtnischen sind keine Fledermäuse.
Sie wohnen ausschließlich in den „angrenzenden natürlichen Höhlen“, in welche die Tiere nur durch die „Ausflüge“ gelangen. Die natürlichen Höhlen sind hinter der gemauerten Tunnelschale, also durch mindestens 60cm dickes Mauerwerk von Beleuchtung und Radfahrern getrennt. Die verwinkelten Ausflüge lassen kaum Tunnellicht in die natürlichen Höhlen eindringen.
Die Wuppertalbewegung e.V. bedauert, dass hier aus Gründen des vermeintlichen Naturschutzes der Schutz der Trassennutzer hintan gestellt wird.
Text: Carsten Gerhardt
Jahreshauptversammlung der Wuppertalbewegung 2018
28. Dezember 2018
Bis auf den letzten Platz belegt war auch in diesem Jahr am 13. Dezember 2018 die Pauluskirche als Ort der Jahreshauptversammlung, zu deren Einladung wieder ca. 200 Mitglieder folgten. Auf der Tagesordnung standen die Neuwahl des Vorstands und eine Satzungsänderung.
Der Vorstand stellt sich zur Wahl zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt:
Erster Vorsitzender: Carsten Gerhardt, Zweiter Vorsitzender: Lutz Eßrich,
Burkhard Clingen: Schatzmeister, Christa Mrozek: Schriftführerin, Matthias Kreysing: Beisitzer.
Der Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung für die nächsten 2 Jahre gewählt. Einstimmig wurde auch die Zahl der Beisitzer auf bis zu drei erhöht, um die Arbeit auf mehrere Ehrenamtliche zu verteilen.
Welche Aktivitäten der Verein Wuppertalbewegung e.V. im laufe des Jahres bewegt hat, trug Carsten Gerhardt anhand vieler Fotoimpressionen vor.
Der Hackenbergsche Garten, mit einem Panoramablick über Wuppertal, soll Ende April 2019 an der Trasse eröffnet werden.
Ein großer Dank des Vereins, verbunden mit viel Applaus der Anwesenden, ging an die Mitarbeiter des Wichernhauses und der AWG für die saubere Nordbahntrasse.
Von besonderem Interesse war, wie es mit der Schwarzbachtrasse weitergeht. Der Verein berichtete über den Sachstand der Ausschreibung und die Verzögerung der Schwellenbeseitigung.
Mehrere Pflanzaktionen mit jungen Trassenpaten werden im Frühling an einigen Zugängen für eine Blumenpracht sorgen. Federführend ist hierbei der Einsatz von Hadumod Bartölke, die im heißen Sommer viele Pflanzen regelmäßig gewässert hat.
Lutz Essrich und Christa Mrozek begleiteten in 2018 einige Radtouren und erklärten den Gästen wie Stadtentwickler oder Radwege-Interessierten wie die Nordbahntrasse entstanden ist.
Das Draisinenteam von Rolf Dellenbusch ermöglichte vielen Schülern und Familien ein unvergessliches Erlebnis beim aktiven Treten in die Draisinen-Pedalen.
Für die Trassenbesucher wurde vom Verein für 2019 ein neuer Streckenplan gestaltet und aufgelegt. Er zeigt Trassen-Highlights und dokumentiert die Freizeit- und Industriekultur sowie aktuelle Gastronomie auf der Nordbahntrasse.
Zum Ende der Mitgliederversammlung haben Bürgerinnen und Bürger Fragen und Anregungen an den Verein gerichtet. Der Abend klingt mit einem Umtrunk und der Verteilung des Trassenkalenders aus.
Die Wuppertalbewegung wünscht allen Mitgliedern, Unterstützern, Trassenpaten und Aktiven ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.
Ihr Vorstand der Wuppertalbewegung
Text: Christa Mrozek
Radverkehrsförderung – Experten auf der Trasse
26. September 2018
Gestern hat eine Gruppe von Experten aus Polen, Frankreich und Deutschland die Nordbahntrasse besucht, um sich hautnah und aktuell über den beliebten Radweg und dessen Entstehungsgeschichte aus 1. Hand von der Wuppertalbewegung informieren zu lassen. Die Besucher zeigten sich vom bürgerschaftlichen Engagement sehr beeindruckt, das Alleinstellungsmerkmal, welches Sie aus anderen Regionen in dieser intensiven Form noch nicht kannten.

Im Rahmen einer 3-tägigen Informationsreise mit Diskussionen und Vorträgen wurden der Radschnellweg Ruhr, der Ruhrtalradweg und die Nordbahntrasse besucht und im Wortsinne „erfahren“.
Im Vordergrund stand dabei der Strukturwandel und dessen Bewältigung, sowie die gefundenen Lösungsmöglichkeiten und Erfahrungen in den einzelnen Ländern.
Seit 2001 arbeiten die Regionen um Calais, Schlesien und NRW auf verschiedenen Gebieten eng zusammen. Sei es Jugendaustausch, Kulturveranstaltungen und jetzt insbesondere der Ausbau von touristischen Radrouten.
Veranstalter des diesjährigen Treffens waren das Ministerium für Verkehr und die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW, in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr.
Sehr gerne haben Christa Mrozek und Lutz Eßrich vom Vorstand der Wuppertalbewegung den Gästen deutlich gemacht, warum die vom Verein initiierte Nordbahntrasse in den letzten Jahren eine Fülle von Auszeichnungen gewonnen hat.
Text: Lutz Eßrich
Doktorarbeit über die Radwege
16. September 2018

Felix Feldhofer aus Köln schrieb nach einer Besichigung der Nordbahntrasse Ende August: 

Im Rahmen meiner architekturhistorischen Doktorarbeit an der Uni Köln beschäftige ich mich mit Infrastrukturbauten für den Radverkehr, die nicht nur rein funktionale Aspekte erfüllen, sondern darüber hinaus einen ästhetischen Mehrwert bieten. Solche Bauten, wie etwa der Hovenring in Eindhoven, die Cykelslangen in Kopenhagen oder auch Lichtinstallationen wie am Eindhovener Van-Gogh-Fietspad oder entlang des RijnWaalpad zwischen Arnheim und Nimwegen sind in den vergangenen 15 Jahren hauptsächlich in den Niederlanden und Dänemark entstanden.


Im Rahmen eines städtebaulichen Paradigmenwechsels von der auto- zur menschengerechten Stadt wurde Fahrradinfrastruktur als Katalysator und Indikator attraktiver Städte erkannt. Den niederländischen und dänischen Städten, die bereits zuvor auf den Radverkehr setzten, dienen die spektakulären neuen Bauten und Installationen als Symbolträger und Wahrzeichen zur öffentlichkeitswirksamen Inszenierung ihrer heute mehr denn je gefragten städtebaulichen Form.

Im Rahmen meiner Recherchen bin ich auch auf den von der Wuppertalbewegung eingerichteten Radweg auf der Nordbahntrasse gestossen, hatte ihn jedoch zunächst nicht für eine nähere Betrachtung vorgesehen. Zwar finden sich auch hier gelungene Beispiele einer ästhetischen Aufwertung – etwa in Form der sogenannten Lego-Brücke – diese sind jedoch vergleichsweise zaghaft. Schliesslich ist die Nordbahntrasse für Wuppertal nicht das Sahnehäubchen eines entsprechenden Wandels, sondern seine Initialzündung.

Neben meiner Doktorarbeit bin ich auch in das Projekt “Perspektiven der Denkmalpflege” der Abteilung Stadtentwicklung und Denkmalpflege des NRW-Bauministeriums involviert. Hierfür befasse ich mich mit den Wechselwirkungen des Denkmalschutzes mit dem bereits erwähnten planerischen Wandel hin zur menschengerechten Stadt. In diesem Zusammenhang sind unter anderem die Berührungspunkte von Fahrradinfrastruktur und Denkmälern interessant, insbesondere natürlich dann, wenn denkmalwerte Bauten auf diesem Weg zu einer sinnvollen neuen Nutzung finden. Die Nordbahntrasse mit ihren zahlreichen denkmalgeschützten Tunneln, Viadukten und Bahnhöfen, ist hierfür eines der interessantesten Beispiele.

Um mir vor Ort einen Eindruck zu machen und gleichzeitig mehr über den Planungsprozess des Weges zu erfahren, wandte ich mich an die Wuppertalbewegung. Dort nahmen sich die Gründungsmitglieder Klaus und Hadumod Bartölke meines Anliegens an, und wir vereinbarten einen Interview- und Besichtigungstermin. Am 28. September wurde ich am Bahnhof Vohwinkel in Empfang genommen. Gemeinsam fuhren wir zunächst mit dem Auto einige interessante Punkte entlang der Trasse an, nämlich die ehemaligen Bahnhöfe Ottenbruch, Mirke, Loh und Wichlinghausen, sowie die ehemaligen Goldzack-Werke, und die Lego-Brücke. Schliesslich kehrten wir für ein Mittagessen und zum Interview ins Café Nordbahntrasse ein. Anschliessend verabschiedete ich mich von den Bartölkes und fuhr auf einem mitgebrachten Faltrad die Trasse ab, um den Weg auch aus der Perspektive des Radfahrers zu erleben.
Der persönliche Eindruck der Nordbahntrasse hat meine Erwartungen deutlich übertroffen. Das gilt sowohl für die Ausgestaltung des Weges, als auch für seine bereits erkennbaren städtebaulichen Effekte. Zunächst fiel mir die rege Nutzung, selbst tagsüber an einem Werktag auf. Auch war zu erkennen, dass die anliegenden Stadtviertel durch die Strecke belebt und aufgewertet werden. Wie mir Frau Bartölke berichtete, wird die Strecke auch von Berufspendlern und für den Schulweg rege genutzt; neu gebaute Kindergärten suchen die Nähe der Strecke.

Die positiven Effekte aus Sicht des Denkmalschutzes spielten für die Wuppertalbewegung bei der Planung des Weges keine zentrale Rolle, sie sind lediglich einer von vielen positiven Effekten, oder wie Herr Bartölke es ausdrückte ein “Kollateralgewinn”. Das schmälert aber nicht die Tatsache, dass die Strecke einen grossen Glücksfall für den Denkmalschutz darstellt. Wie mir der zuständige Denkmalpfleger Uwe Haltaufderheide in einem späteren Telephoninterview bestätigte, wären die denkmalgeschützten Bauten entlang der Strecke ohne eine neue Nutzung wohl nicht zu erhalten gewesen. So wie es in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs Wichlinghausen bereits eingetreten ist, wäre in weiten Teilen der Strecke früher oder später mit Überbauung zu rechnen gewesen. Als erfreulich stellte er heraus, dass durch die Art der neuen Nutzung die Trasse nun in ihrer Gesamtheit erhalten bleibt. Auch wenn sie nicht als Ganzes unter Schutz steht, ist diese Variante natürlich einer vereinzelten Erhaltung zusammenhanglos erscheinender Tunnel und Viadukte vorzuziehen. Ich selbst finde bemerkenswert, dass der Denkmalschutz auch weiterhin, nämlich mittelbar, vom Radweg auf der Nordbahntrasse profitiert: das baufällige Gebäude des ehemaligen Bahnhofs Ottenbruch wird aktuell von einem privaten Investor saniert. Sein Interesse an dem Gebäude ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Lage durch den Radweg deutlich aufgewertet wurde. Dafür sprechen auch seine Pläne, Teile des Gebäudes gastronomisch zu nutzen.

Ich zolle der Wuppertalbewegung grössten Respekt für das erreichte Ergebnis und wünsche mir in zahlreiche Städten Nachahmungen ihres Projekts, auch wenn die Ausgangssituationen natürlich von Stadt zu Stadt verschieden ausfallen. Bei Klaus und Hadumod Bartölke bedanke ich mich herzlich für die freundliche und aufschlussreiche Führung.
Foto und Text: Hadumod Ingrid Bartölke
Carsten Gerhardt erhält den Rheinlandtaler
13. Oktober 2017
Anfang der Woche wurde der Erfinder der Nordbahntrasse und erste Vorsitzende der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. Carsten Gerhardt vor allem für sein ehrenamtliches Engagement und seine Verdienste um den Erhalt der Kulturlandschaft vom Landschaftsverband Rheinland mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet.

Die Nordbahntrasse ist etwas Besonderes: etwas, das in Wuppertal strahlt und ebenso über die Grenzen hinaus. Das wurde bei der Verleihung im Wuppertaler Rathaus am Dienstag wieder deutlich.
Karin Schmitt-Promny, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, stellte die Nordbahntrasse vor etwa 40 geladenen Gästen im Ratssaal des Barmer Rathauses in eine Reihe von Landmarken, die zur »Einzigartigkeit von Landschaften beitragen«, die »Auslöser für die Entstehung eines Heimatgefühls« seien und »verantwortlich für die Ausprägung unserer regionalen Identität«.
Gerhardt – stellvertretend für seine Mitstreiter – sei ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement, das helfe, der »Vereinheitlichung und damit Beliebigkeit und Austauschbarkeit von Siedlungs- und Landschaftsbildern vorzubeugen«. Denn die Pflege von Kulturlandschaften sei nicht nur politische Aufgabe, sondern eine der gesamten Gesellschaft. Dafür brauche es Menschen wie Gerhardt und die 3.500 Mitglieder seines Vereins, der WUPPERTALBEWEGUNG.
Schmitt-Promny betonte, wie sehr sich die Wuppertaler mit der Trasse identifizierten und mit dem Verein, dessen Name Programm geworden sei. Beides sei »untrennbar mit Ihnen und Ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern verbunden« – denn »mit der Nordbahntrasse haben Sie ein Stück Wuppertaler Geschichte geschrieben«, betonte Schmitt-Promny die Relevanz des Erreichten.
Das unterstrich Oberbürgermeister Andreas Mucke in der Begrüßungsrede zuvor – und hob vor allem das Verhältnis der Wuppertaler zu der Nordbahntrasse hervor. »Die Wuppertaler lieben ihre Nordbahntrasse«, sagte der OB. »Sie nutzen sie bei jedem Wetter.« Für alle sei etwas dabei – »nur nicht für Autos.« Schmitt-Promny vermutete in ihrer Laudatio bereits, dass Gerhardt in seiner »ihm eigenen Bescheidenheit« die Gemeinschaft seiner Mitstreiter hervorheben wird. Dass er aber dann durch die Reihen des Ratssaals gehen sollte, um jedem geladenen Gast einzeln zu danken, dürfte sie überrascht haben.
Gerhardt lief zu jedem Gast einzeln, nannte vor allen anderen dessen Verdienst, Engagement und Aufgabenfeld, streute Anekdoten und viele Dankeschöns ein, statt eine traditionelle Dankesrede am Rednerpult zu halten. Mit dabei waren auch seine Eltern und seine Tochter. »Ich darf die Ehrung entgegennehmen«, sagte er abschließend, »ihr seid die, die sie verdient haben«.
Außer dem Blick zurück wagten Schmitt-Promny und Mucke auch den Blick nach vorne – zur Schwarzbachtrasse. Die werde mit Sicherheit etwas Besonderes, sagte Schmitt-Promny. Sie habe keine Zweifel, dass sie »ein Erfolgsprojekt für Wuppertal werden wird«. Das deutete auch Mucke an, der positive Signale aus Düsseldorf habe. Er gehe von einem Baubeginn im kommenden Jahr aus.
Der Rheinlandtaler
Seit 1976 hat der Landschaftsverband Rheinland mehr als 1.300 Menschen mit dem Rheinlandtaler geehrt, die sich um die rheinische Kultur verdient gemacht haben. Die Verleihung ist auch eine Werbung für das Ehrenamt.
Quelle: Eike Rüdebusch (WZ Wuppertal)
Foto: Rolf Dellenbusch
Text: Yvonne Schmitz
Eine stilgerechte Einweihung an Gleis 4
25. September 2017
Die Draisinen der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. sind künftig auf einem zusätzlichen 500 Meter langen Schienenstrang unterwegs.

Ein großer Tag für den Bahnhof Loh – den Draisinen- Bahnhof. Dort wurden nämlich gestern mit Gleis vier ein weiterer etwa 500 Meter langer Schienenstrang und eine angemessene Behausung für das attraktive Gefährt eingeweiht, das die Herzen der Trassenbesucher in den letzten Jahren im Sturm erobert hat. Stilgerecht, die Einweihungsfeierlichkeiten, als ›Bahnhofsvorsteher‹ Armin E. Engel in marineblauer Uniform und mit roter Mütze per Pfeife und grüner Signalkelle die Fahrt freigab.
2010 konnte die erste Strecke befahren werden
Carsten Gerhardt, der Vorsitzende der WUPPERTALBEWEGUNG, und Michael Klaholz von der Stadtsparkasse traten in die Pedale und bewegten das liebenswerte Vehikel mit etlichen Fahrgästen vorwärts. Kultur-Dezernent Matthias Nocke stand auf der Plattform, bewaffnet mit einer Schere, um das rotweiße Band durchzuschneiden. Beifall, als das Gleis dann offiziell freigegeben worden war, und gleichzeitig das Signal zur Stärkung mit Imbiss, Bier und Alkoholfreiem, wobei auch die Helfer kräftig zulangen konnten.
Vorher hatte Carsten Gerhardt allen, die an der Arbeit an dem neuen Gleis beteiligt waren, herzlich gedankt und dabei vor allem Rolf Dellenbusch, den Leiter und Motor des Draisinen-Projekts, in den Vordergrund gestellt. Gerhardt erinnerte daran, dass die 1,6 Kilometer lange Draisinenstrecke 2010 zum ersten Mal befahren worden war, dass aber Viaduktarbeiten einen zeitweisen Rückbau und erneutes Verlegen der Gleise erforderlich gemacht hätten. Hier haben Wichernhaus, GbA mit Niederlassungsleiter Dieter Mattner und das Jobcenter vorzügliche Arbeit geleistet.
Und vor allem die Gleisarbeiten waren so beispielhaft gut gelungen, dass 14 der insgesamt 16 beteiligten Gleisbauer dank der angeleiteten Qualifizierungsarbeiten einen festen Platz auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden hätten. »Das waren Arbeiten unter realen Bedingungen und das hat die Mitarbeiter fit gemacht für die Prüfung bei der Bahn«, erklärte Henry Wollner, Prokurist der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GbA).
11.000 Fahrgäste hat die Draisine bislang bewegt
Niederlassungsleiter Dieter Mattner, verriet, dass außerdem Schlosser und Maler an den Arbeiten am Bahnhof Loh und der Draisinen-Garage beteiligt waren, und Carsten Gerhardt sprach von einem Kleinod der Nordbahntrasse, die inzwischen dank der vielen ehrenamtlichen Helfer eine Seele bekommen habe. 11.000 Fahrgäste hat die Draisine inzwischen über die 1,7 Kilometer bewegt, und jetzt ist durch das weitere Gleis und die Weiche, bei der sich die Gäste selbst als Weichensteller betätigen dürfen, eine zusätzliche Attraktion dazu gekommen. »Hier werden Familienfeste, Junggesellenabschiede und Kindergeburtstage gefeiert, und wer seinen auswärtigen Gästen etwas Besonderes bieten will, der lädt sie ein zur Draisinen-Fahrt vom Bahnhof Loh.« Rolf Dellenbusch und sein Team hatten allen Grund, stolz zu sein.
Text: Friedemann Bräuer (WZ Wuppertal)
Foto: Anna Schwartz
450.000 Euro für das Projekt Belvédère
20. Juli 2016
Anlässlich seines 80. Geburtstages hat der Wuppertaler Unternehmer Dr. Jörg Mittelsten Scheid der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. einen Scheck über 450.000 Euro für das Projekt Belvédère (ehemals Hackenbergscher Garten) überreicht. Der erste Vorsitzende Carsten Gerhardt und der Schatzmeister Burkhard Clingen nahmen ihn entgegen.

Das Projekt
Die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. hat das Grundstück im Bereich der Askanierstraße im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages von dem Evangelischen Gemeindeverband Gemarke-Wupperfeld erworben. Nun plant sie, für die Trassennutzer einen Rastplatz in dieser herausgehobenen Lage mit einem weiten Blick über das Tal der Wupper zu schaffen. Trotz unmittelbarer Trassennähe bietet sich der Ort als Oase der Ruhe und Erholung an.
Durch diese großartige finanzielle Unterstützung kann die bauliche und gartenbauliche Umgestaltung der Parkanlage und eines Zuganges von der Nordbahntrasse sicher gestellt werden. Die Ausgestaltung des Grundstückes wird sich an die bisherige Bebauung anlehnen. Mit dem Baubeginn wird noch für 2016 gerechnet. Mitglieder der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. haben das Areal bereits von Unkraut und Sträuchern geräumt. Wir danken Herrn Dr. Mittelsten Scheid sehr für seine Unterstützung!
Foto: Andreas Fischer
Text: Carsten Gerhardt
Carsten Gerhardt mit Ehrenring ausgezeichnet
22. Mai 2016
In einer würdevollen Veranstaltung hat Oberbürgermeister Andreas Mucke am 19. Mai 2016 im voll besetzten Ratssaal des Wuppertaler Rathauses Carsten Gerhardt, den Gründer und Vorsitzenden der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. und Macher der Nordbahntrasse, mit dem Ehrenring der Stadt Wuppertal ausgezeichnet. »Du hast etwas ganz Großes für unsere Stadt geleistet. Dafür dankt sie Dir«, so der Oberbürgermeister in einer sehr persönlichen Rede unter Hinweis auf den vielfältigen Nutzen der Trasse, u.a. für Stadtentwicklung, Tourismus und Freizeit.

In seiner Dankesrede hob Gerhardt hervor, dass die Nordbahntrasse das Ergebnis eines Gemeinschaftswerkes sei – von Bürgern für Bürger. »Dieser Ring gehört an viele Hände«, betonte er nachdrücklich.
Angesichts der heutzutage bestehenden Ressourcen an freier Arbeitskraft, Technologie und Geld machte er Mut, dem riesigen Bedarf, unser Umfeld zu gestalten, zu begegnen. Die verfügbare Arbeitskraft brauche aber einen Fokus, ein gemeinsames Ziel – im öffentlichen wie im privaten Bereich. Bei der Trasse sei es gelungen, die aus dem Wunsch, sich zu engagieren, resultierenden Kräfte zu bündeln, ihnen eine Richtung zu geben. Dabei erinnerte er daran, dass schon die Entstehung der Barmer Anlagen ein solches Projekt gewesen sei.
Auch der Ausblick auf die Zukunft fehlte nicht: Das nächste Projekt der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. ist die Verlängerung der Nordbahntrasse vom Wichlinghauser Bahnhof nach Langerfeld. Zu diesem Zweck hat die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. bereits eine Förderskizze beim Bundesumweltministerium eingereicht. Oberbürgermeister Mucke sagte hierzu die Unterstützung der Stadt zu.
Stehende Ovationen beendeten die Veranstaltung.
Foto: Martin Michels
Text: Claus-Jürgen Kaminski
Polis Award für die Nordbahntrasse
Die Nordbahntrasse hat sich in Düsseldorf gegen die starke Konkurrenz durchgesetzt und den polis Award in der Kategorie »Öffentliches Engagement« gewonnen. Seit 25 Jahren berichtet das polis Magazin für Urban Development über die wesentlichen Entwicklungen und Trends im Städtebau und in der Immobilienwirtschaft.

Der polis Award für Stadt- und Immobilienentwicklung würdigt in sechs Kategorien Projekte, die über ihren eigenen Rahmen einen Beitrag für das öffentliche Wohl einer Stadt erbringen. Er geht davon aus, dass Projektrealisierungen, die aus partnerschaftlichen Haltungen hervorgehen, den komplexen Anforderungen an die Stadt der Zukunft gerechter werden. Er ehrt Mut und Kreativität, sich neuen Lösungswegen zu öffnen.
Über 120 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus wurden für den polis Award 2016 eingereicht. Es wurden pro Kategorie ein Sieger und zwei Anerkennungen gekürt. Verliehen wurde dieser Preis auf der zum zweiten Mal stattfindenden polis Convention am 20. April 2016 in Düsseldorf. Die Preisverleihung wurde von Hilmar von Lojewski (Deutscher Städtetag) und Reiner Nagel (Bundesstiftung Baukultur) eingeleitet.
In der Kategorie »Öffentliches Engagement« nahmen Christa Mrozek und Matthias Kreysing als Vertreter der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. den ersten Preis entgegen. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem zehnjährigen ehrenamtlichen Engagement der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. und den unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Herausgehoben wurde auch die Bereitstellung der notwendigen Eigenmittel durch engagierte Unternehmen und Bürger der Stadt. Ein weiteres bedeutsames Argument war die städtebauliche Bedeutung als innerstädtische Verbindung von Siedlungsbereichen und die vielfältige Funktion für Freizeit und Erholung. Aus ehemaligen Hinterhöfen entstünden so neue, attraktive öffentliche Räume.
Der polis Award wird in sechs Kategorien verliehen:
  1. Urbanes Flächenrecycling
  2. Reaktivierte Zentren
  3. Öffentliches Engagement
  4. Soziale Quartiersentwicklung
  5. Lebenswerter Freiraum
  6. polis Award campus
Weitere Infos unter: www.polis-award.com.
Foto: privat
Text: Christa Mrozek
Wuppertalbewegung gewinnt »European Greenways Award 2015« für die Nordbahntrasse
Sonntag, den 25. Oktober 2015 um 20:00
Seit 2003 wird der »European Greenways Award« von der European Greenways Association, einer Organisation zur Förderung der Grünen Wege mit Sitz in Spanien, verliehen. Bei der diesjährigen Verleihung in Namur, Belgien, am Freitag, den 16. Oktober 2015, ist die Nordbahntrasse in der Kategorie »Excellence« mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden.

Die Preisverleihung der siebten Ausgabe des »European Greenways Awards« fand im Rahmen eines Festaktes in Namur statt. Als Vertreter der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. nahmen Christa Mrozek und Matthias Kreysing die Auszeichnung aus den Händen von Minister Christophe Lacroix (Minister of Budget from Wallonie) entgegen (1. Preis).
Die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. als Initiatorin der Nordbahntrasse/Jackstädtweg freut sich sehr über diese europäische Auszeichnung, da sie als Anerkennung für ein einzigartiges Projekt und das neunjährige unermüdliche Engagement aller Aktiven und Unterstützer steht.
Der im Dezember 2014 eröffnete Fuß-, Rad- und Skateweg verläuft 23 Kilometer lang über 27 Brücken, darunter vier große Viadukte, und sechs Tunnel quer durch die Stadt Wuppertal. Er ist ein Verbindungsstück des Bergischen Panorama-Radwegs mit einer Gesamtlänge von über 300 Kilometern. Wir freuen uns, durch die Auszeichnung das touristische Angebot der Stadt im europäischen Kontext bekannter zu machen.
Text: Carsten Gerhardt
Nordbahntrasse und Utopiastadt als »Orte des Fortschritts« ausgezeichnet
18. Oktober 2015
Die beiden Bürgerprojekte Nordbahntrasse und Utopiastadt sind am Mittwoch, den 7. Oktober 2015, durch NRW-Verkehrsminister Michael Groschek als »Orte des Fortschritts« ausgezeichnet worden. Eine zwölfköpfige Jury hatte aus 144 Einsendungen 32 Gewinner ausgewählt.

Gemeinsam mit Utopiastadt konnten wir beim Ministerbesuch unseren vielen Gästen anschaulich dokumentieren, was mit hohem bürgerschaftlichem Engagement und vielen Tausend freiwilligen Arbeitsstunden am alten Bahnhof Wuppertal-Mirke entstanden ist.
Als Initiatorin des Projektes Nordbahntrasse liegt der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. viel daran, zu verdeutlichen, dass sich unser geplantes Konzept stetig entwickelt, teils schon voll aufgeht: nicht nur einen reinen Geh,- Rad und Freizeitweg — begrenzt auf den schmalen Gleisverlauf — zu schaffen, sondern im weiteren Umfeld auch soziale und kulturelle Treffpunkte zu ermöglichen. Übrigens geschieht dies ganz im Sinne der Tradition der Rheinischen Eisenbahngesellschaft vor 140 Jahren — die umliegenden Bürgerhäuser im Viertel sind dafür heute noch der Beweis.
Wir verfolgen deshalb sehr erfreut, dass die fertige Trasse eine große Anzahl Gäste zum alten Bahnhof zieht und hilft, dessen Fortbestand zu sichern. Die Wuppertalbewegung wird mit Hilfe von Sponsoren weiterhin dafür sorgen, die Infrastruktur auf der Trasse kontinuierlich zu verbessern und den Freizeitwert zu erhöhen. Es zeichnet sich jetzt schon eine erhöhte Nachfrage im Tourismusbereich aus den umliegenden Kreisen und Bundesländern ab. Die Nordbahntrasse entfaltet eine Sogwirkung. Untermauert wird unser Optimismus durch die fundierte aktuelle Studie des Institutes Econex, mit prognostizierten 90 Millionen Gästen in den nächsten 30 Jahren. Dies freut die Gastronomie- und Tourismusbranche, schafft und sichert Arbeitsplätze in diesen Bereichen.
Die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. hat sich als wichtigsten Zukunftsschritt die Verlängerung nach Wuppertal-Langerfeld auf die Fahne geschrieben. Sehr dankbar sind wir, dass während der Veranstaltung Herr Volker Dittgen, in der Rolle als offizieller Vertreter des Oberbürgermeisters, dafür seine persönliche Unterstützung im Rat zugesagt hat.
Wir freuen uns über eine ganze Anzahl von Auszeichnungen in den letzten Wochen und sind ebenso stolz auf die Ehrung durch Herrn Minister Groschek, dem wir verbindlich danken, ebenso wie den externen Juroren und Fachleuten. Es wird im Tagesgeschäft dabei eine Gruppe der wichtigsten Unterstützer manchmal sehr leicht vergessen, obwohl ohne ihren täglichen Einsatz bei jedem Wetter weder der Weiterbau noch die Wartung und Pflege der Nordbahntrasse möglich wäre: Wir widmen deshalb diesen Preis und die erhaltene Plakette zum »ORT DES FORTSCHRITTS« sehr gerne den langzeitarbeitslosen Mitarbeitern des Zweiten Arbeitsmarktes, verbunden mit unserem erneuten herzlichen Dank an Sie alle.
Nordbahntrasse: Gewinnerprojekt der KlimaExpo.NRW
19. Juni 2015
Im Rahmen der Jahresveranstaltung »Fortschrittsmotor Klimaschutz 2015 – Ausgezeichnete Vorreiter« in Köln wurde die Nordbahntrasse heute in die Riege der besten Klimaschutz-Projekte Nordrhein-Westfalens aufgenommen. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze überreichte die Auszeichnung vor rund 350 Gästen. Das Radweg-Projekt erreichte in der Themenwelt »Mobilität gestalten« den ersten Platz. Bis zum Jahr 2022 zeichnet die KlimaExpo.NRW einmal pro Jahr zwölf Vorzeigeprojekte aus und stellt die positiven Wirkungen des Klimaschutzes einem breiten Publikum vor.

In der Themenwelt »Mobilität gestalten« sucht die KlimaExpo.NRW Projekte mit unterschiedlichstem Fokus – von der Technologie- und Infrastruktur-Entwicklung bis hin zu integrierten Lösungen für Mobilität- und Logistik. Die Nordbahntrasse ist ein großer Schritt für Mensch und Mobilität in einer Stadt, die durch ihre Lage bislang nur wenig Fahrradverkehr hat.

20 Kilometer für den Klimaschutz

Auf mehr als 20 Kilometern ehemaliger Bahnstrecke ist ein neuer Radweg entstanden – mit ehrenamtlichem Engagement und viel Sinn für nachhaltige Stadtentwicklung. Die Nordbahntrasse ist ein Vorzeigeprojekt, nicht nur für den Klimaschutz. Zentral gelegen, gut angebunden und leicht integrierbar ergänzt sie nicht nur das Mobilitätskonzept der Stadt Wuppertal um einen wichtigen Baustein. Neben geografischen Punkten verbindet die Trasse auch die Menschen auf neue Art und Weise: mit neuen Begegnungsmöglichkeiten für Stadtfeste, Kulturveranstaltungen oder Sportevents.
»Die Landesregierung weiß, was sie an Projekten wie der Wuppertaler Nordbahntrasse hat. Durch das Engagement von Vielen ist etwas Großes entstanden. Ein Projekt, das nicht nur die Umwelt schont, sondern auch die Lebensqualität der Menschen vor Ort erhöht«, sagte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze im Rahmen der Jahresveranstaltung der KlimaExpo.NRW. »Wir haben heute die besten Klimaschutzprojekte des Landes ausgezeichnet. Die Nordbahntrasse ist ein Musterbeispiel für den Fortschrittsmotor Klimaschutz, da hier bürgerschaftliches Engagement zu mehr Klimaschutz und lokaler Wertsteigerung beigetragen hat«, ergänzte Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion nahm Lutz Eßrich, stellvertretender Vorsitzender und Trassenscout der WUPPERTALBEWEGUNG e.V. für das Projekt Nordbahntrasse die begehrte KlimaExpo.NRW-Auszeichnung entgegen. »Es freut uns sehr, dass die Landesregierung das große Engagement der letzten Jahre würdigt. Die Nordbahntrasse ist das zweite Wuppertaler Wahrzeichen nach der Schwebebahn. Wir sind stolz, dass dies auch außerhalb Wuppertals so wahrgenommen wird«, so Lutz Eßrich im Rahmen der Veranstaltung.

»Ein bewegender Moment – da mache ich gar keinen Hehl daraus – war die völlig überraschende zusätzliche Vergabe des Publikumspreises durch Ministerin Schulze an die WUPPERTALBEWEGUNG mit stehenden Ovationen, Effektbeleuchtung und Konfettiregen von der Hallendecke«, fügte Eßrich später hinzu. »Mehr als 350 Besucher hatten mehrheitlich mit verdeckter elektronischer Abstimmung die Nordbahntrasse als Projekt mit seinem hohen Anteil von bürgerschaftlichem Engagement auf Platz eins gesetzt. Da ich für den Verein vor Monaten die Bewerbungsunterlagen ausgearbeitet habe, war dies für mich der emotionale Höhepunkt und die Bestätigung für unsere gemeinsame Arbeit.«

Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH ist einer von sieben Regionalen Partnern der KlimaExpo.NRW. Da freut es den Partner der KlimaExpo.NRW besonders, dass auch ein Projekt aus der Bergischen Region zu den ausgezeichneten Projekten gehört. »Wir freuen uns, dass die Nordbahntrasse es geschafft hat. Wir sehen hier, dass die Bürger in unserer Region anpacken und Großes erreichen können«, befand Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.

https://www.youtube.com/watch?v=7EqO7_mSH2Y&feature=emb_logo

Jahresveranstaltung der KlimaExpo.NRW in Köln
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel, NRW-Bauminister Michael Groschek und NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sowie weitere Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten heute im Rahmen der Jahresveranstaltung der KlimaExpo.NRW die Bedeutung des Fortschrittsmotors Klimaschutz. In spannenden Podiums- und Publikumsdiskussionen wurden Projekte präsentiert und ausgezeichnet.
Bildmaterial und weitere Informationen finden Sie hier.

Über die KlimaExpo.NRW

Die KlimaExpo.NRW ist eine ressortübergreifende Initiative der NRW-Landesregierung. Um Energiewende, Klimaschutz und die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Schubkräfte einer nachhaltigen Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen, hat die Landesregierung die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Ziel der Landesgesellschaft ist es, erfolgreiche Projekte in innovativen Formaten einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene zu präsentieren und zusätzliches Engagement für den Klimaschutz zu initiieren. Die KlimaExpo.NRW zeigt 1.000 Schritte in die Zukunft auf. Die Schritte sind gleichermaßen Roadmap und Erfolge, Kommunikationsanlässe und Aktivitäten – aber vor allem eines: Aufforderung zum Mitmachen. Die Schritte strukturieren die Aktivitäten der KlimaExpo.NRW und damit den Prozess, das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens im Klimaschutz zu präsentieren. Die KlimaExpo.NRW ist zugleich Leistungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit und das bis 2022.
Foto: KlimaExpo.NRW
Text. Mario Schroeder
Nordbahntrasse gewinnt Deutschen Fahrradpreis
18. Mai 2015
Die Nordbahntrasse hat den Deutschen Fahrradpreis 2015 in der Kategorie »Infrastruktur« gewonnen. Der Preis wurde in Potsdam von Norbert Barthle, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, verliehen.

»Die 23 Kilometer lange Nordbahntrasse als Mobilitätsband für Fuß- und Fahrradverkehr ist die Blaupause für Radschnellwege in Deutschland«, lobte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek am Rande des 4. Nationalen Radverkehrskongresses die neue Trasse, die mit großem ehrenamtlichen Engagement angeschoben und umgesetzt wurde. Stadt und WUPPERTALBEWEGUNG e.V. werden gemeinsam ausgezeichnet. Erst die Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Politik und Stadtverwaltung habe den Durchbruch gebracht in einer topographisch schwierigen Region, so Groschek, bei der bisher kaum Angebote für den Radverkehr bestanden. Wuppertal wurde inzwischen auch beim ADFC-Fahrradklimatest 2015 zum Aufsteiger des Jahres gekürt.

Groschek weiter: »Ich bin schwer beeindruckt, wie schnell die Nordbahntrasse das Mobilitätsverhalten der Wuppertaler sichtbar verändert. Zusammen mit den übrigen Panoramaradwegen in der Region ergeben sich ganz neue Perspektiven, nicht nur für den Freizeitbereich, sondern insbesondere auch für den Alltag.« Minister Groschek zeigte sich sicher, dass der Erfolg der Nordbahntrasse auch auf die Radschnellwegprojekte in NRW ausstrahlen werde. Neben dem
Radschnellweg Ruhr, dessen erstes Teilstück in Mülheim an der Ruhr noch in diesem Jahr eröffnet wird, werden momentan fünf weitere Projekte einer Machbarkeitsstudie unterzogen.

»Der Deutsche Fahrradpreis« ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland. Der Preis wird verliehen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS), dem Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und dem Verbund Service und Fahrrad g.e.V. (VSF). 2015 wurde der Preis zum 15. Mal verliehen. Als Bestandteil des Nationalen Radverkehrsplans der Bundesregierung soll »Der Deutsche Fahrradpreis« dazu beitragen, praxiserprobte Beispiele für gelungene Radverkehrsförderung bei Entscheidungsträgern und Fachleuten bekannt zu machen. Ziel des Wettbewerbs ist es auch, das Image des Fahrrads in der Öffentlichkeit aufzuwerten und noch mehr Menschen in Deutschland zum Fahrradfahren zu bewegen.
Foto: Dirk Michael Deckbar
Text: Mario Schroeder
Nordbahntrasse / Jackstädtweg feierlich eröffnet
19. Dezember 2014
Meilenstein für Wuppertal: Als Herr Minister Groschek, Oberbürgermeister Peter Jung und der Vorsitzende der WUPPERTALBEWEGUNG Carsten Gerhardt am Freitag um 15 Uhr das alte Bahnsignal am Wichlinghauser Bahnhof auf »Grün« stellten, war die Nordbahntrasse offiziell eröffnet.

Trotz des bescheidenen Wetters waren rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger gekommen, um diesen historischen Moment mitzuerleben: Nach neun Jahren von der anfänglichen Idee bis zur abschließenden Umsetzung ist der Dr.-Werner-Jackstädt-Weg (benannt nach der Jackstädt-Stiftung als dem größten Sponsor) endlich auf 22 Kilometern (bis auf kleinere Ausnahmen) durchgängig benutzbar. Der Andrang bei Regen war vielleicht ein Vorgeschmack auf die Mengen, die es bei Sonnenschein auf die Trasse ziehen wird.

Michael Groschek, Landesminister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, hatte auch gleich eine treffende Bezeichnung parat, als er die Nordbahntrasse kurzerhand in »neue Bergische Schwebebahn« umtaufte. Auch an die WUPPERTALBEWEGUNG, deren Mitglieder, Anhänger und Unterstützer verteilte er lobende Worte: »Dies ist eine Bürgerinitiative, die Mut macht.« Stellvertretend für alle am Projekt Beteiligten überreichte er Peter Jung und Carsten Gerhardt eine Urkunde und erklärte die Nordbahntrasse als neuen Bestandteil der NRW-Dauerausstellung KlimaExpo. Mit ihr sollen erfolgreiche Projekte einem breiten Publikum zugänglich gemacht und dadurch zusätzliches Engagement für den Klimaschutz gefördert werden.

Gerhardt gab das Lob und den Dank gleich an die 1.300 Mitglieder der WUPPERTALBEWEGUNG, ihre Anhänger und Unterstützer sowie die vielen Helfer des Zweiten Arbeitsmarktes vom Wichernhaus und der GbA weiter. Mit Blick auf die vielen aufgespannten Regenschirme vor dem überdachten Bahnsteig bemerkte er: »Ein Wetter wie heute mussten die Arbeiter an vielen Tagen erdulden.« Und für die 60 Streckenpaten hat die Arbeit gerade erst begonnen. Er versprach ein weitergehendes Engagement der WUPPERTALBEWEGUNG, insbesondere bei Projekten, die zur Verbesserung der Lebensqualität aller Wuppertaler beitragen.

Während die ehemalige Bahntrasse Stadtteile voneinander trennte, schafft der neue Fuß-, Rad- und Skateweg Verbindungen zwischen den Wuppertaler Quartieren. Die Nordbahntrasse ermöglicht fast auf der gesamten Strecke kreuzungsfreies Radfahren und Spazierengehen. Durch den Bau von Spielflächen und Aussichtsplätzen entlang der Strecke ist eine stadtteilübergreifende Freifläche mit hohem Freizeitwert entstanden. Angesichts der angespannten Verkehrslage in der Stadt stellt die Trasse als flache Ost-West-Verbindung künftig auch eine entscheidende Alternative zum Auto dar.

Staatssekretär Gunther Adler betonte: »Die neue Nordbahntrasse zeigt, wie eng Stadtentwicklungs- und Umweltpolitik zusammengehören. Vor allem aber bringt sie die Menschen aus den unterschiedlichen Stadtteilen zusammen.« Adler würdigte den Einsatz der Spender und Ehrenamtlichen: »Sie haben mit viel Engagement ein großartiges Projekt angestoßen. Die Nordbahntrasse beweist, was man alles auf die Beine stellen kann, wenn Politik, Wirtschaft und Bürger sich zusammentun, um in ihrer Stadt etwas zu verändern.«
Die Eröffnungsfeier wurde musikalisch durch die Kinder der Klassen 3a und 3b der Europaschule Rudolfstraße untermalt. Die Kinder der Grundschule schmetterten das Lied »Freude schöner Götterfunken«. Ein Lied, das sie – so verriet es Moderatorin Angela Wegener – singen, wenn sie auf der Trasse zu ihrer Turnhalle unterwegs sind. Nur ein Beispiel dafür, dass die Trasse längst zum Wuppertaler Alltag gehört.
Fotos: Martin Michels, Rolf Dellenbusch
Text: Mario Schroeder
“Ideen finden Stadt”: Preis für die Lego-Brücke
1. Februar 2014
Strahlende Gesichter trotz Dauerregens sah man bei der Preisverleihung “Ideen finden Stadt” für die ‪LEGO-Brücke‬.

Heute um 11 Uhr übergab Deutsche Bank-Geschäftsleiter Ralf Ehser die Auszeichnung an Martin Heuwold.
Der Wuppertaler ‪‎Graffiti‬- und ‪Streetart‬-Künstler hatte die Idee zur Neugestaltung des mittlerweile zum Wahrzeichen der ‪‎Nordbahntrasse‬ avancierten Bauwerks gehabt. Von der ‪Wuppertalbewegung‬ initiiert, war das Projekt mit Unterstützung von

Akzenta Wuppertal, dem Schuhhaus Klauser und der Stadt Wuppertal‬ realisiert worden.
Gut gelaunte Sambatrommler sorgten trotz der äußeren Begleitumstände für eine festliche Stimmung.
Schließlich durfte der erste Vorsitzende Carsten Gerhardt noch eine Spende der Deutschen Bank in Höhe von 3.000 Euro für den Verein entgegennehmen.
Fotos: Rolf Dellenbusch
Text: Claus-Jürgen Kaminski
Deutscher Fassadenpreis für die Lego-Brücke
13. September 2012
Die vom renommierten Wuppertaler Graffiti-Künstler Martin Heuwold gestaltete Brücke über der Schwesterstraße hat den Deutschen Fassadenpreis 2012 gewonnen. Das hat die Jury bekannt gegeben.

In ihrer Begründung heißt es: “Die ‘Lego-Brücke’ im Wuppertaler Ortsteil Elberfeld ist Teil einer bis 1991 genutzten Bahnstrecke, die sich im Umbau zu einer deutschlandweit einmaligen Freizeitstraße befindet. Die in Volltönen geplante Malerei unterstreicht die vorgegebene Konstruktion der Brücke. Dadurch erzeugen die überdimensionalen Legosteine auf spielerische Art Aufmerksamkeit beim Betrachter. Durch die extreme Größenverschiebung wird etwas allgemein Bekanntes in einen neuen Kontext gebracht.”
2011 hatte die Wuppertalbewegung das Projekt mit mit der Unterstützung der Sponsoren Akzenta und Schuhhaus Klauser sowie des Wichernhaus-Teams und Einverständnis der Stadt realisiert. Die weltweit erste Brücke dieser Art belebt seitdem das Straßenbild und trägt dazu bei, das Wohngefühl im Viertel Ostersbaum zu verbessern. Idee und Umsetzung inspirierten Graffiti-Künstler zu zahlreichen großflächigen Kunstwerken in Wuppertal und finden im In- und Ausland Beachtung. Herzlichen Glückwunsch an Martin Heuwold und vielen Dank für den enormen Einsatz!
Carsten Gerhardt, erster Vorsitzender der Wuppertalbewegung, denkt schon weiter und zieht neue Aktionen in Betracht: “Als nächstes möchten wir die Brücke über die Düsseldorfer Straße verschönern. Dazu sammeln wir Ideen. Vielleicht schaffen wir es ja, alle Brücken an der Nordbahntrasse hübscher zu gestalten. Über Ideen von den Bürgern würden wir uns freuen.”

Der Architekturpreis wird seit 1991 jährlich von der Firma Brillux vergeben. Mehr zum Thema finden Sie hier.
Foto: Rolf Dellenbusch
Text: Mario Schroeder
Jahreshauptversammlung 2020 – ein wichtiger Schritt vorwärts
18. Dezember 2020
Unter strenger Beachtung der Corona-Hygienevorschriften konnte die Wuppertalbewegung auf ihrer Jahreshauptversammlung am 17. Dezember einen wichtigen Schritt in die Zukunft machen. Einstimmig bestätigte sie das in der vorjährigen Jahreshauptversammlung beschlossene  Projekt Circular Valley und beschloss die dafür notwendige Ergänzung der Vereinssatzung.
Der Vorstand betonte, dass das Projekt Circular Valley zusätzlich neben die örtlichen Projekte trete, die der Verein fortsetzen werde. Geplant sei zur Zeit die Errichtung eines Verkehrsübungsplatzes an der Trasse, um Kindern einen Lernort für das Fahrrad fahren zu geben. Die Finanzierung sei gesichert, da der Wuppertalbewegung die bei der Schwarzbachtrasse eingesparten Fördermittel zugesagt worden sind. Offen sei allerdings noch die Grundstücksfrage. Über den Fortgang der Projekte wird der Vorstand die Mitglieder auch in Zukunft regelmäßig per Email unterrichten.
Einstimmig wiedergewählt wurden der Vorsitzende Dr. Carsten Gerhardt, der 2. Vorsitzende Lutz Essrich, Schatzmeister Burkhard Clingen und Beisitzer Matthias Kreysing. Zur neuen Schriftführerin wurde Dina Kipker gewählt und als weitere Beisitzerin Kathrin Berner. Christa Mrozek machte ihre Position für eine Verjüngung frei, versprach jedoch, sich auch in Zukunft wie bisher für Kommunikation und Mediendesign zu engagieren. Carsten Gerhardt bedankte sich unter dem Beifall der Versammlung für ihre Arbeit.
Bedauerlich war natürlich, dass wegen Corona die Zahl der Teilnehmer hinter der der Vorjahre wesentlich zurückblieb und dass die Möglichkeit zum üblichen gemütlichen Gedankenaustausch nach der Versammlung bei Glühwein und Plätzchen ausfallen musste. Fortgesetzt wurde jedoch die Tradition, dass die Teilnehmer den wunderschön von Christa Mrozek gestalteten ^Trassenkalender 2021 mit nach Hause nehmen konnten.
Unter https://www.youtube.com/watch?v=9VZLGow6_Lw&feature=youtu.be  ist die Jahreshauptversammlung im Internet verfügbar.
Text: Claus-Jürgen Kaminski 
Bild: Videmi

Frühjahrsputz
27.Februar 2021
Der Frühjahrsputz 2021 war wieder ein Erfolg und Zeugnis bürgerschaftlichen Engagements.
Ganzjährig kümmern sich ESW, Wichernhaus und Trassenpaten vorbildlich um die Sauberkeit und die Verkehrssicherheit auf der Nordbahntrasse und Schwarzbachtrasse.
Beim Frühjahrsputz der Wuppertalbewegung am 27.2.2021 wurden in 5 Streckenabschnitten von Vohwinkel bis Langerfeld Aufgaben übernommen, die nicht in das reguläre Pflegeprogramm fallen, wie bspw. die Reinigung von Schildern, Sponsorenplatz und das Sammeln von sehr kleinteiligem Abfall wie Zigarettenstummel oder Müll in den Böschungsbereichen etwas abseits der Trasse.
In jedem Bereich hat die angestrebte Zahl von rund 15 HelferInnen die Aktion unterstützt – sie hatten sich mehrheitlich vorher angemeldet, was die Corona-konforme Planung erleichterte. Die Reinigungsaktion erfolgte unter Beachtung aller geltenden Corona-Abstandsregeln.
85 Schilder und der Sponsorentisch auf dem Uellendahler Viadukt wurden gereinigt. Zwei volle Kleinlaster mit über 50 Säcken Müll kamen bei der Sammlung in den abseits gelegenen Böschungsbereichen zusammen. Neben viel Glas, Plastik, Textilien, Schuhen und Atemschutzmasken wurden auch zahlreiche Autoreifen gesammelt. Am späten Nachmittag wurden die Müllbeutel von Mitarbeitern des Wichernhauses eingesammelt, und die beiden Trassen waren wieder top gepflegt.
An der Sedanstraße wurde von Saskia Koch und Stefan Leister in einer nachmittagsfüllenden Aktion das von Brombeeren komplett überwucherte Stahlskelett der alten Brücke Taubenstraße freigeschnitten. In einer nächsten Mitmachaktion in den kommenden Wochen soll dieses historische Stahlbauteil entrostet und mit einem neuen Anstrich versehen werden. Wir wollen daraus später eine weitere Sitzgelegenheit an der Trasse machen.
Die Wuppertalbewegung e.V. dankt allen Engagierten und dem Wichernhaus sehr herzlich für ihren Einsatz.
von Carsten Gerhardt

Neues Vorhaben Verkehrsübungsplatz
30. November 2020
Im Kernbereich von Wuppertal gibt es keinen Verkehrsübungsplatz mehr. Also einen Platz, wo Kinder auf kleinen Straßen mit Verkehrsschildern, Ampelanlagen und Übergängen das Verhalten im Verkehr üben können. Viele von Ihnen werden sich noch an den Verkehrsübungsplatz an der Rudolfstraße erinnern, der vor Jahren leider einer Wohnbebauung weichen musste.
Wir halten eine frühkindliche, spielerische Hinführung zu den Verkehrsregeln für ganz wichtig – das lernt man nicht am Wochenende auf dem Obi oder Aldi Parkplatz beim Radfahrüben. Daher möchten wir als Wuppertalbewegung e.V. gerne einen derartigen Verkehrsübungsplatz bauen. Am liebsten an der Nordbahntrasse, um eine leichte Erreichbarkeit zu gewährleisten. Beim Bau der Schwarzbachtrasse sind wir unter Budget geblieben. Mit etwas Glück dürfen wir die Restmittel für diese sinnvolle Maßnahme verwenden. Verschiedene Abteilungen der Stadtverwaltung, Bezirks- und Bürgervereine unterstützen uns bei der Suche einer geeigneten Fläche, die unseren Anforderungen und Vorstellungen entspricht. Bis jetzt leider noch ohne Erfolg.
Foto: Lutz Essrich
Text: Carsten Gerhardt